Bella's Wonderworld

...I fell in love with books...

Rezension | Moonatics von Arne Ahlert

Moonatics: Roman - Arne Ahlert

Beschreibung

 

Die Erde steht aufgrund des Klimawandels kurz davor zu kollabieren. Die nahe Zukunft der Menschen liegt somit im Weltall. Darian Curtis ist als Globetrotter schon viel durch die Welt gereist und hat sich bisher seinen Lebensunterhalt als Webdesigner verdient. Als er eines Tages ein kleines Vermögen erbt erfüllt er sich den Traum, drei Wochen Urlaub auf dem Mond zu machen. Im Weltall angekommen beginnt Darians wohl verrücktestes Abenteuer seines Lebens…

 

Meine Meinung

 

Der Science Fiction Roman „Moonatics“ von Arne Ahlert ist ein außerordentlich abgefahrenes sowie gelungenes Debüt!

 

Gemeinsam mit Darian Curtis tritt man eine aufregende Reise zum Mond an, dort angekommen hat man das Gefühl in eine nicht enden wollende Party der interessantesten Charaktere zu stürzen. Zum einen sind da die Hippies, auch Moonatics genannt, dann gibt es da noch einen wirklich außergewöhnlichen Roboter Buzz sowie viele freundliche Mitmenschen und die Katze Schrödinger, bei der ich unwillkürlich an The Big Bang Theory und das physikalische Gedankenexperiment Schrödingers Katze denken musste.

 

Es hat mir riesigen Spaß gemacht durch Arne Ahlerts klaren und detaillierten Schreibstil eine sagenhafte Reise auf den Mond anzutreten. Dabei sind vor allem die unterschiedlichen Charaktere eine wahrer Vollgenuss! Lediglich der Hauptprotagonist Darian scheint als Art „Beobachter“ den Geschehnissen beizuwohnen, ohne seine eigene Gedanken und Meinungen einzubringen. Dies hat mich allerdings wenig gestört, da es bereits genügend andere schillernde Figuren auf dem Mond gibt!

 

Einen Großteil des Romans wird man nach und nach Zeuge diverser und ziemlich außergewöhnlicher Ereignisse auf dem Mond. Dies liest sich fast schon wie eine Art Tagebuch oder Bericht, wobei so gut wie keine Spannung aufkommt – dennoch bleibt es die ganze Zeit über auf jeden Fall interessant. Auf den letzten 100/150 Seiten nimmt die Geschichte eine rasante Wendung und der bisher fehlende Spannungsbogen schnellt von 0 auf 100 in die Höhe. Auf einmal passiert alles Schlag auf Schlag, die Ereignisse überstürzen sich und Darian steckt mitten drin.

 

Der Debütroman von Arne Ahlert hat mich sagenhaft gut unterhalten, dabei verbindet er gekonnt ein überaus nachvollziehbares Weltuntergangsszenario mit Humor und seiner eigenen Idee wie das Leben auf dem Mond aussehen könnte. Ich vergebe für dieses farbenprächtige und eindrücklich geschilderte Mondabenteuer 4 von 5 Grisekatzen!

 

Noch ein Wort zum Schluss: Das Ende von „Moonatics“ bietet der eigenen Fantasie viel Raum für eigene Gedanken – aber vielleicht dürfen wir ja auch auf ein weiteres Werk von Arne Ahlert hoffen?

 

Über den Autor

 

Arne Ahlert wurde 1968 in Lüneburg geboren und ist im Rheinland aufgewachsen. Er lebte insgesamt mehrere Jahre in den USA, Kanada und Australien und ist regelmäßig, vorzugsweise in Asien, als Backpacker unterwegs. Neben seinen beruflichen Verpflichtungen beschäftigt er sich mit Literatur, dem Lauf der Dinge und dem Sinn des Ganzen. Heute lebt er in Berlin-Kreuzberg. Moonatics ist sein erster Roman. (Quelle: Heyne Verlag)

 

Fazit

 

Ein originelles und zum Schluss auch noch sehr spannendes Mondabenteuer mit jeder Menge Partyspaß!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-moonatics-von-arne-ahlert

Rezension | J. R. R. Tolkien - Autor des Jahrhunderts von Tom Shippey

J. R. R. Tolkien. Autor des Jahrhunderts. - Tom Shippey

Meine Meinung

 

Mit „J. R. R. Tolkien – Autor des Jahrhunderts“ legt Tom Shippey keine gewöhnliche Biographie, sondern die Ergebnisse seiner Tolkien-Forschung vor. Gekonnt untermauert er die Herangehensweise von Tolkien an seine einzelnen Werke. In diesem Fall werden „Der Hobbit“, „Der Herr der Ringe“, „Das Silmarillion“ und einige kleinere Geschichten wie z. B. „Bauer Giles von Ham“ näher durchleuchtet.

 

Sehr spannend fand ich vor allem die sprachgeschichtliche Analyse, die durchweg eine große Rolle einnimmt. Das ist zwar nicht wirklich eine Überraschung, denn Tolkien war ganz und gar ein Philologe, aber auch für Laien auf diesem speziellen Gebiet hat Tom Shippey das Ganze leicht nachvollziehbar beschrieben. Mindestens ebenso fesselnd ist die Erklärung warum die Hobbits als Auenlandbewohner einen Anachronismus in Mittelerde darstellen. Das ist aber noch nicht alles, es wird die umfangreiche Frage nach Ursprung und Natur des Bösen betrachtet.

 

In diesem umfassenden Buch erklärt und belegt Tom Shippey zudem gekonnt, warum Tolkien Autor des Jahrhunderts ist. Dabei ist Shippey nicht immer unparteiisch, es schimmert an einigen Stellen klar durch, dass er selbst ein großer Fan von J. R. R. Tolkien ist. Genau das mach den Charme dieser ganz besonderen Biographie für mich aus!

 

"Die fortdauernde Wirkung von Tolkiens phantastischen Werken die vollkommen unerwartet und unvorhersehbar war, kann nicht als bloße Geschmacksverirrung eines Massenpublikums abgetan werden, über die sich alle literarisch hinlänglich Gebildeten nicht zu kümmern brauchten." (Seite 11)

 

Zum Schluss geht Tom Shippey auf die vielen Literaturkritiker und Nachahmer Tolkiens ein. Für mich schlichtweg ein super interessantes und aufschlussreiches Buch an dem jeder Tolkien-Fan seine Freude haben wird. Leider gibt es während des gesamten Buches einige Wiederholungen, deshalb ziehe ich eine Grinsekatze ab und vergebe gute 4 von 5 Grinsekatzen.

 

Über den Autor

 

Wie kaum ein anderer ist Tom Shippey dazu prädestiniert, über Tolkien (und ganz in seinem Sinne) zu schreiben: hat er doch selbst in Oxford gelehrt, teilweise noch während Tolkiens eigener Lehrtätigkeit, und Tolkiens eigene Fächer. Shippey hatte den Lehrstuhl für Mediävistik an der Universität von Leeds inne, denselben, den Tolkien früher bekleidet hatte. 2001 wurde er mit dem »World Fantasy Award« ausgezeichnet. Shippey lehrt zur Zeit an der Universität von St. Louis, USA. (Quelle: Klett-Cotta)

 

Fazit

 

Ein tolles Buch um sich näher mit dem Autor J. R. R. Tolkien auseinander zu setzten.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-j-r-r-tolkien-autor-des-jahrhunderts-von-tom-shippey

Rezension | Smaragdgrün von Kerstin Gier

Smaragdgrün - Kerstin Gier

Beschreibung

 

Die junge Zeitreisende Gwendolyn weiß noch gar nicht so recht, wie ihr überhaupt geschieht, und schon steht ihre Gefühlswelt Kopf! Hat Gideon ihr tatsächlich seine Liebe nur vorgespielt um die Zusammenarbeit mit dem Grafen von Saint Germain vorwärts zu treiben und sie gefügig zu machen? Und was bezweckt der Graf mit seinem Plan?

 

Gewendolyn bekommt tatkräftige Unterstützung von ihrer besten Freundin Leslie und erfährt auf ihren Zeitsprüngen in die Vergangenheit wichtige Details. Gemeinsam mit Gideon muss sie jedoch die Fassade wahren und weiterhin das Spiel des Grafen von Saint Germain mit ansehen.

 

Meine Meinung

 

Seit einer gefühlten Ewigkeit habe ich das Jugendbuch „Smaragdgrün“, das den Abschlussband zur „Liebe geht durch alle Zeiten“ Trilogie von Kerstin Gier bildet, in meinem Buchschrank stehen. Falls das Buch bzw. die Trilogie bei euch auch noch ungelesen rumstehen sollte, holt das bitte ganz schnell nach! Denn die Geschichte über die Zeitreisenden Gwendolyn und Gideon und die Geheimloge ist herrlich erfrischend und zugleich super spannend!

 

Kerstin Gier hat einen spritzigen und humorvollen Schreibstil der die Seiten wie im Flug vergehen lässt. Zudem überrascht die Autorin mit einer abwechslungsreichen Geschichte die für jeden etwas zu bieten hat. Ihre Geschichte schürt mit den geheimen Machenschaften des Grafen von Saint Germain ungemein die Spannung und bleibt dennoch romantisch. Zudem sind die Charaktere äußerst sympathisch dargestellt, so dass man sie einfach gern haben muss.

 

„Smaragdgrün“ bietet jede Menge Unterhaltungsstoff bei dem es auf keinen Fall langweilig wird! Ein würdiger Abschlussband der „Liebe geht durch alle Zeiten“ Trilogie für den ich 5 von 5 Grinsekatzen vergebe.

 

Über die Autorin

 

Kerstin Gier, Jahrgang 1966, ist seit 1995 als selbstständige Schriftstellerin tätig und hatte schon mit ihren ersten Büchern riesigen Erfolg. Inzwischen hat sie zahlreiche Romane für Erwachsene und Jugendliche geschrieben, die regelmäßig auf den Bestsellerlisten stehen. Ihre Edelsteintrilogie „Rubinrot“ – „Saphirblau“ – „Smaragdgrün“ wurde zum Weltbestseller und mit renommierten Schauspielern für das Kino verfilmt. Die DeLIA-Preisträgerin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Bergisch Gladbach. (Quelle: Arena Verlag)

 

Information zur Reihe

 

1. 2009 Rubinrot
2.
2010 Saphirblau
3.
2010 Smaragdgrün

Fazit

 

Ein abwechslungsreiches Finale in dem Kerstin Gier vor allem durch viel Wortwitz überzeugt.

 

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-smaragdgruen-von-kerstin-gier

Rezension | Der Schmied von Großholzingen von J. R. R. Tolkien

Der Schmied von Großholzingen - J.R.R. Tolkien, Pauline Baynes, Karl A. Klewer, Lisa Kuppler

Beschreibung

Das Dorf Großholzingen liegt nicht weit entfernt zu dem etwas kleineren Dorf Kleinholzingen. Alle 24 Jahre wird in Großholzingen ein schönes Fest für die Kinder abgehalten, bei dem der Bäcker seine ganze Kunst zeigen muss und einen großen Kuchen backt.

Der große Kuchen ist vor allem sehr süß und verbirgt in sich allerlei kleine Gegenstände, die im Teig eingebacken sind und dem „Finder“ Glück bringen sollen. Während die meisten Kinder ein gewöhnliches Geldstück finden, verschluckt der Sohn des Schmieds etwas ganz besonderes – den Feenstern. Dieser ermöglicht es ihm in das Reich der Elben zu gelangen und Dinge zu sehen die noch kein anderer Mensch vor ihm erblickte.

Meine Meinung

Das Märchen „Der Schmied von Großholzingen“ war eines der letzten Werke Tolkiens und das letzte Buch, dass noch zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurde.

Die Geschichte über das Dorf Großholzingen und den darin lebenden Personen ist nicht zu vergleichen mit den anderen Märchen aus Tolkiens Feder und dennoch ein wahrer Schatz seiner Erzählkunst. Das einzige Betrübnis ist die Kürze der Erzählung. Sehr gerne hätte ich noch tiefer in die Welt der Elben eintauchen mögen.

Diese kleine bibliophile Ausgabe des Märchens ist mit den hübschen Illustrationen von Pauline Baynes ausgestattet. In der Geschichte trifft man auf die Bilder, so wie sie in der ersten Ausgabe des Märchens abgebildet sind, des weiteren wurden im „Anhang“ auch noch überarbeitete Versionen davon abgedruckt. Unter dem Titel „Der Elbstern“ findet sich das Märchen zudem in der Ausgabe „Geschichten aus dem gefährlichen Königreich“.

Zu etwas ganz besonderem wird das Büchlein durch seine interessanten Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte, die ich hier nur kurz anreißen möchte. Eigentlich wollte Tolkien eine Einleitung für das Märchen „The Golden Key“ („Der goldene Schlüssel“) von George MacDonald schreiben, doch während des Schreibvorgangs entwickelte die Geschichte um Großholzingen ein Eigenleben und Tolkien fand er müsse diese niederschreiben. Der Ansatz von Tolkiens Einleitung zu „The Golden Key“ ist hierbei komplett abgedruckt. Es wird außerdem sehr deutlich, welche Meinung Tolkien zu dem Thema Einleitungen bzw. Vorworten vertrat.

Die Herzen der hart gesottenen Tolkien-Fans werden nun noch höher schlagen, denn man kann sogar hautnah mitverfolgen wie Tolkien den Text im Laufe der Zeit überarbeitet hat. Dazu gibt es Abdrucke der Hybrid-Version des Manuskripts (zum Teil in handschriftlicher und zum Teil in einer mit der Schreibmaschine getippten Version) dem eine Transkription, alles in englischer Sprache, gegenübergestellt ist.

Über den Autor

J. R. R. (John Ronald Reuel) Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein (Südafrika) geboren. Er wuchs in England in der Nähe von Birmingham auf. Schon als Kind interessierte sich Tolkien für Sprache und Mythen. Seine Karriere begann er schließlich im Jahr 1925, als er zum Professor für Angelsächsisch in Oxford gewählt wurde. Schon bald erlangte Tolkien großes Ansehen als einer der besten Philologen weit und breit. Als seine besondere Vorliebe galten die alten nordischen Sprachen.

Im Jahr 1937 erschien sein erstes Werk »Der Hobbit«, dass sich wider Erwarten schnell zu einem beliebten Jugendbuch etablierte. Aufgrund des großen Erfolges wurde rasch nach einer Fortsetzung verlangt, die mit »Der Herr der Ringe« in den Jahren 1954/1955 erschien. J. R. R. Tolkien prägt mit seinen Geschichten um die Ereignisse in Mittelerde die Fantasyliteratur wie kein anderer. Mit 81 Jahren verstarb der Autor nach kurzer Krankheit.

Fazit

Eine wunderschöne Ausgabe die vor allem durch das Zusatzmaterial jedes Tolkien-Fanherz besticht!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-der-schmied-von-grossholzingen-von-j-r-r-tolkien

Rezension | Bauer Giles von Ham von J. R. R. Tolkien

Bauer Giles von Ham - J.R.R. Tolkien, Pauline Baynes, Angela Uthe-Spencker, Susanne Held

Beschreibung

 

Bauer Giles lebt in Ham und ist mit seiner rundlichen Figur das bequeme Leben gewöhnt. Doch als eines Tages ein Riese auf seinen Feldern herumtrampelt, nimmt Bauer Giles all seinen Mut zusammen und vertreibt das zerstörerische Monster. Schnell verbreitet sich die Kunde über die ruhmreiche Tat des Bauers Giles im ganzen Land, so dass sogar der König davon erfährt und ihm als Geschenk ein Schwert zusendet.

 

Schon bald sucht ein Drache namens Chrysophylax das Königreich heim. Doch die Ritter des Königs scheinen beschäftigt und zum Unglück des Bauers Giles wird der Ruf nach seinem Heldentum immer lauter…

 

Meine Meinung

 

Das Märchen „Bauer Giles von Ham“ von J. R. R. Tolkien wurden zwischen dem Erscheinen von „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ veröffentlicht. Diese neue bibliophile Schmuckausgabe ist eine wahre Augenweide und enthält zusätzlich zu dem Märchen eine noch frühere Version des Textes sowie Tolkiens Notizen zu einer möglichen Fortsetzung des Märchens. Außerdem ist die Geschichte in der Ausgabe „Geschichten aus dem gefährlichen Königreich“ zu finden.

 

Bevor das Märchen beginnt, gibt es noch einige Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte, Sprache, zeitliche und räumliche Einordnung, sowie Hinweise auf diverse Versionen der Geschichte und ein Verweis zu den im Abschluss enthaltenen Zusatzinformationen.

 

"…Er war Bauer Giles von Ham und er hatte einen roten Bart." (Seite 37)

 

Das Märchen von dem rundlichen Bauern Giles und seinem Hund Garm berichten von den Heldentaten des eher gemütlichen Zeitgenossen, und davon, dass mit ein wenig Mut und Glück ein einfacher Mann zu Ruhm gelangen kann. Natürlich ist die Ironie die auf die frühere Hierarchien des Königreiches an der Themse abzielt, nicht von der Hand zu weisen. Die Geschichte von Giles ist also ein rundes Abenteuer mit humorvollen Zügen und bietet gute Unterhaltung für groß und klein!

 

Besonders zauberhaft finde ich die Illustrationen von Pauline Baynes, die sich perfekt in die Geschichte einfügen und das Erzählte hervorragend auf eine unaufdringliche Weise unterstützen.

 


Über den Autor

 

J. R. R. (John Ronald Reuel) Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein (Südafrika) geboren. Er wuchs in England in der Nähe von Birmingham auf. Schon als Kind interessierte sich Tolkien für Sprache und Mythen. Seine Karriere begann er schließlich im Jahr 1925, als er zum Professor für Angelsächsisch in Oxford gewählt wurde. Schon bald erlangte Tolkien großes Ansehen als einer der besten Philologen weit und breit. Als seine besondere Vorliebe galten die alten nordischen Sprachen.

 

Im Jahr 1937 erschien sein erstes Werk »Der Hobbit«, dass sich wider Erwarten schnell zu einem beliebten Jugendbuch etablierte. Aufgrund des großen Erfolges wurde rasch nach einer Fortsetzung verlangt, die mit »Der Herr der Ringe« in den Jahren 1954/1955 erschien. J. R. R. Tolkien prägt mit seinen Geschichten um die Ereignisse in Mittelerde die Fantasyliteratur wie kein anderer. Mit 81 Jahren verstarb der Autor nach kurzer Krankheit.

 

Fazit

 

Ein wunderschönes Tolkien Märchen das in keiner Sammmlung fehlen sollte!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-bauer-giles-von-ham-von-j-r-r-tolkien

Rezension | Die Abenteuer des Tom Bombadil von J. R. R. Tolkien

Die Abenteuer des Tom Bombadil - J.R.R. Tolkien, Pauline Baynes, Ebba Margaretha von Freymann, Thelma von Freymann

Meine Meinung

 

Gedichte und Lieder sind ein wichtiger Bestandteil in der von Tolkien erschaffener Welt „Mittelerde“. Die Figur des geheimnisvollen Tom Bombadil, dessen Herkunft unbekannt ist und sich wohl am ehesten mit einer Art Waldgeist vergleichen lässt, spielt in „Der Herr der Ringe“ nur eine kleine Rolle. Dennoch gehört dieser spezielle Charakter zu meinen absoluten Lieblingen aus dem Tolkien Universum.

 

Näheres über das mystische Waldwesen kann man den verspielten Gedichten und Versen entnehmen, die sich im Büchlein „Die Abenteuer des Tom Bombadil“ verbergen. Doch zuerst gibt das Vorwort noch Auskunft über die Herkunft der Gedichte, die aus hobbitscher Feder stammen.

 

"Den hier vorgelegten Gedichten hobbitschen Ursprungs sind fast durchgehend zwei Züge gemeinsam: Sie zeigen eine Vorliebe für sonderbare Wörter und ausgefallene Reime und Metren…" (Seite 16)

 

Dieses Büchlein enthält außer den zwei Gedichten über Tom Bombadil noch weitere Gedichte über diverse Ereignisse im Auenland, die sich im dritten Zeitalter zugetragen haben. Wie zum Beispiel Gedichte über den Mann im Mond und den Olifant. Alles wird gekonnt von den zauberhaften Illustrationen von Pauline Baynes untermalt.

Diese neue bibliophile Ausgabe der Gedichte über Tom Bombadil enthält zusätzlich zu der deutschen Übersetzung auch die englische Originalfassung und ist somit ein echtes Must-Have für jeden Tolkien Fan. Die Gedichte finden sich auch in der Ausgabe „Geschichten aus dem gefährlichen Königreich“.

 

Über den Autor

 

J. R. R. (John Ronald Reuel) Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein (Südafrika) geboren. Er wuchs in England in der Nähe von Birmingham auf. Schon als Kind interessierte sich Tolkien für Sprache und Mythen. Seine Karriere begann er schließlich im Jahr 1925, als er zum Professor für Angelsächsisch in Oxford gewählt wurde. Schon bald erlangte Tolkien großes Ansehen als einer der besten Philologen weit und breit. Als seine besondere Vorliebe galten die alten nordischen Sprachen.

 

Im Jahr 1937 erschien sein erstes Werk »Der Hobbit«, dass sich wider Erwarten schnell zu einem beliebten Jugendbuch etablierte. Aufgrund des großen Erfolges wurde rasch nach einer Fortsetzung verlangt, die mit »Der Herr der Ringe« in den Jahren 1954/1955 erschien. J. R. R. Tolkien prägt mit seinen Geschichten um die Ereignisse in Mittelerde die Fantasyliteratur wie kein anderer. Mit 81 Jahren verstarb der Autor nach kurzer Krankheit.

 

Fazit

 

Ein kurzweiliger Gedichtband der sicherlich für jeden Tolkien-Fan eine Bereicherung darstellt!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-die-abenteuer-des-tom-bombadil-von-j-r-r-tolkien

Rezension | Isländische Könige von Einar Már Gudmundsson

Isländische Könige: Roman - Einar Már Gudmundsson, Betty Wahl

Beschreibung

 

In dem kleinen Fischerdorf Tangavík lebt die Familie Knudsen, die es durch die Jahrhunderte in die verschiedensten gesellschaftlichen Schichten schafft und deren Mitglieder es auch ohne spezielle Qualifizierungen in höheren Berufen zu etwas bringen. Dabei ist es für die Knudsens sehr wichtig in der Partei zu sein, die Türen und Tore für Jedermann öffnet.

 

Meine Meinung

 

Der Roman „Isländische Könige“ von Einar Már Gudmundsson hat mich nicht nur durch das gelungene Cover, sondern vor allem durch seinen Klappentext sofort angesprochen. Ich mag Familiengeschichten ausgesprochen gerne, und habe mir von diesem Roman viele unterhaltsame Lesestunden erhofft ,die mich tiefer in die Familiengeschichte der Knudsen-Dynastie eintauchen lassen.

 

Leider ist es mir lange nicht gelungen der Geschichte zu folgen, denn der Autor macht es einem mit den vielen Namensnennungen und dem raschen Wechsel von einer Episode zur nächsten sehr schwer einen roten Faden zu finden. Ich habe mich etwas überfordert gefühlt, denn teilweise hatte ich das Gefühl mitten im Tangavíker Telefonbuch gelandet zu sein. Ein Familienstammbaum hätte mir die Sache deutlich erleichtert!

 

Schließlich habe ich die Namen einfach mal beiseite gelassen und mich vollkommen auf die kuriosen Geschichten eingelassen. Einar Már Gudmundsson hat auf jeden Fall ein Händchen dafür jedes noch so schlimme oder verwerfliche Ereignis in ein humorvolles Kleid zu stecken. So gleicht „Isländische Könige“ einer Parodie auf die Vetternwirtschaft in der isländischen Gesellschaft. Dabei spielen vor allem Alkohol, Frauen, Sex und Geld eine große Rolle.

 

Wollte man die Geschichte gekürzt wiedergeben, so trifft es dieses Zitat auf den Punkt.

 

"Ein Knudsen, der an einem Ort pleite geht, taucht an einem anderen wohlhabend wieder auf. Aber eins steht außer Zweifel – egal, ob die Männer des Knudsen-Clans besoffen sind oder nüchtern: Sie sind allesamt Könige, und sie sind allesamt Mitglieder der Partei." (Seite 60)

 

In erster Linie ist der Roman von Einar Már Guðmundsson ganz klar eine humorvolle Parodie/Satire, bei der die Namen und Orte meist fiktiver Herkunft sind. Dennoch habe ich mir von dieser isländischen Familien-Saga auch ein etwas tiefergehendes Leseerlebnis erhofft.

 

Über den Autor

 

Einar Már Gudmundsson, 1954 in Reykjavík geboren, ist einer der renommiertesten und erfolgreichsten Schriftsteller Islands. Seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt, u.a. mit dem Literaturpreis des Nordischen Rates sowie dem Nordischen Preis der Schwedischen Akademie. (Quelle: btb Verlag)

 

Fazit

 

Kuriose und humorvolle Episoden aus einer isländischen Familiengeschichte die mich leider nicht so fesseln konnten wie erhofft.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-islaendische-koenige-von-einar-mar-gudmundsson

Rezension | Zorn und Morgenröte von Renée Ahdieh

Zorn und Morgenröte - Renee Ahdieh, Dietmar Schmidt

Beschreibung

 

Shahrzads beste Freundin Shiva fällt, wie viele Mädchen vor ihr, dem schrecklichen Kalifen von Chorasan zum Opfer. Jeden Tag heiratet der junge Herrscher Chalid ein Mädchen, nur um dieses am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang hinrichten zu lassen. Um Shiva zu rächen, nimmt die 17-jährige Shahrzad ihren eigenen Tod in kauf und zieht freiwillig als nächste Braut des Kalifen in den Palast, mit einem Ziel vor Augen: den schrecklichen Herrscher zu töten.

 

Shahrzad gelingt jedoch, was keinem Mädchen zuvor gelungen ist. Sie überlebt das erste Morgenrot, und je mehr Zeit sie in der Gegenwart des Kalifen verbringt, umso mehr muss sie feststellen, dass Chalid nicht der Tyrann ist, für den ihn seine Untertanen halten.

 

Meine Meinung

 

Das Jugendbuch „Zorn und Morgenröte“ von Renée Ahdieh hat mich schon durch seine schöne Aufmachung auf den ersten Blick bestochen. Das Cover mit seinen vielen Schnörkeln verspricht eine magische Geschichte mit orientalischem Flair – und genau das verbirgt sich auch zwischen den Buchdeckeln!

 

Die Geschichte handelt auch tatsächlich im Orient und erzählt von einem schrecklichen Herrscher der seine jungen Bräute beim ersten Morgenrot hinrichten lässt. Doch da gibt es das mutige Mädchen Shahrzad, dass sich dem „Ungeheuer“ stellt, und die Wahrheit hinter der Fassade ergründet! Ein bisschen muss ich zugeben hat mich die Geschichte etwas an das Märchen „Die Schöne und das Biest“ erinnert. Jedoch ist hier alles sehr orientalisch gehalten!

 

Der detaillierte Schreibstil der Autorin lässt sich flüssig lesen und entführte mich schon nach wenigen Seiten in eine vollkommen andere Welt, die trotz Spannung und Schrecken auch zum träumen einlädt. Dabei kommen einige Begriffe aus dem Orient vor, die einem nicht auf Anhieb geläufig erscheinen. Diese kann man allerdings in einem Glossar (am Ende des Buches) nachschlagen.

 

Die Hauptprotagonistin Shahrzad hat mir auf Anhieb gefallen, denn sie ist ein wahrlich starker Charakter der sich nicht so leicht unterkriegen lässt und vor allem selbstlos handelt. Es gibt natürlich noch einige weitere Figuren, die ich sehr spannend fand, und die den Unterhaltungsfaktor der Geschichte noch einmal steigerten.

 

„Zorn und Morgenröte“ ist eine wirklich bezaubernde Geschichte voller spannungsgeladener Momente, gewürzt mit einer Prise Magie, und das Ganze vor der traumhaft schönen Kulisse des Orients. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf den Folgeband, der im Frühjahr 2017 erscheinen wird.

 

Über die Autorin

 

Renée Ahdieh hat die ersten Jahre ihrer Kindheit in Südkorea verbracht, inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und einem kleinen Hund in North Carolina, USA. In ihrer Freizeit ist die Autorin eine begeisterte Salsa-Tänzerin, sie kann sich für Currys, Schuhe, das Sammeln von Schuhen und Basketball begeistern. Mit Zorn und Morgenröte legt sie ihren ersten Roman vor, zu dem es eine Fortsetzung geben wird, an dem die Autorin gerade arbeitet. (Quelle: one by Bastei Lübbe)

 

Information zur Reihe

 

1. 2016 Zorn und Morgenröte 2015 The Wrath and the Dawn
2.
2017 (erscheint im März) Rache und Rosenblüte 2016 The Rose and the Dagger

Fazit

 

Märchenhaft bezaubernd, wie die Geschichten aus 1001 Nacht!

 

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-zorn-und-morgenroete-von-renee-ahdieh

Rezension | Der letzte Stern von Rick Yancey

Der letzte Stern -

Beschreibung

 

Die „Anderen“ schickten vier Wellen um die Menschheit zu vernichten. Doch noch immer gibt es Überlebende, darunter Cassie, Ben, Sam, Ringer und Evan, die alles daran setzen den Plan der fremden Eindringlinge zu durchqueren. Doch die fünfte Welle rollt unaufhörlich näher und den Freunden bleibt kaum noch Zeit die Menschheit zu retten…

 

Meine Meinung

 

„Der letzte Stern“ ist der abschließende Band zu Rick Yancey’s dystopischer Reihe „Die 5. Welle“. Nun wird der den finale Count-Down, sowie eine Art Wettrennen um die Rettung der Menschheit eingeleitet.

 

Eigentlich ist das der perfekte Grundstein für ein spannungsgeladenes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte, und es stellt sich doch unweigerlich die Frage, was ist man bereit zu opfern, um die Menschheit zu retten?

"Genau in dem Moment, in dem ich glaubte, es könne nicht mehr schlimmer werden, wurde es schlimmer." (Seite 47)

 

Doch leider umschifft Rick Yancey die Insel der Spannung und landet in einer trostlosen Umgebung der Mittelmäßigkeit. Was ich äußerst traurig finde, da mich der erste Band „Die 5. Welle“ gefesselt und fasziniert hat. Hier bleibe ich allerdings mit vielen Fragezeichen im Kopf und einem unbefriedigten Gefühl zurück. Wo sind die tiefer gehenden Hintergründe?

 

Die Einblicke in die menschliche Psyche bei so einem schrecklichen Endzeit-Szenario wurden zwar gekonnt eingeflochten und konnten mich teilweise auch fesseln, aber die erwartete Spannung kam bei mir einfach nicht auf. (Vielleicht lag es an mir und meinen hohen Erwartungen…)

 

Ganz zerreissen möchte ich dieses Buch dennoch nicht, denn die Grundidee der Geschichte hat es mir einfach angetan und somit habe ich es, trotz der fehlenden Spannung, genossen mehr über Cassie und Co. zu lesen. Außerdem ist der Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Protagonisten sehr gelungen und sorgt für jede Menge Abwechslung!

 

Das Beste am ganzen Buch ist der Schluss! Hier läuft Rick Yancey zur gewünschten Hochform auf und ein Funke Hoffnung springt über. So vergebe ich für „Der letzte Stern“ 3,5 von 5 Grinsekatzen.

 

Über den Autor

 

Rick Yancey studierte Anglistik an der Roosevelt University in Chicago. Nach seiner Arbeit als Lehrer und Beamter beim Finanzamt verwirklichte er seinen Traum und wurde Schriftsteller. Mit dem ersten Teil seiner Trilogie „Die fünte Welle“ stürmte Rick Yancey nicht nur die amerikanischen Bestsellerlisten. Falls er nicht gerade an einem Roman arbeitet, verbringt er am liebsten Zeit mit seiner Familie in seiner Heimat Florida.

 

Information zur Reihe

 

1. 2014 Die 5. Welle 2013 The 5th Wave
2.
2015 Das unendliche Meer 2014 The Infinite Sea
3.
2016 Der letzte Stern 2016 The Last Star

Fazit

 

Ein Trilogie-Abschluss mit Höhen und Tiefen.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-der-letzte-stern-von-rick-yancey

Rezension | Gestorben wird immer von Alexandra Fröhlich

Gestorben wird immer: Roman - Alexandra Fröhlich, Roger Keil

Beschreibung

 

Die 91-jährige Agnes Weisgut führt bereits seit Jahrzehnten den erfolgreichen einen Steinmetzbetrieb in Hamburg. Immer getreu dem Motto „Gestorben wird immer“. Außerdem kümmert sie sich um alle Belange und Schwierigkeiten in der Familie. Nun möchte Agnes die Geheimnisse der Vergangenheit mit dem ganzen Familienclan teilen. So beauftragt sie ihre Enkelin Birte, die ganze Familie an einen Tisch zu bringen. Gar kein so leichtes Unternehmen, denn es gibt so einige Zwistigkeiten zwischen den Familienmitgliedern.

 

Meine Meinung

 

Der neue Roman von Alexandra Fröhlich, „Gestorben wird immer“, ist mein erster Roman der Autorin. Darin erzählt sie eine mitreisende Familiengeschichte, die vor allem durch den zweiten Weltkrieg geprägt ist.

 

"Ihre Enkelin war ein Mensch, der seine Ziele mit verzweifelter Hartnäckigkeit verfolgte und ein Scheitern schlichtweg ausschloss. Sie war ihr nicht unähnlich." Seite 15, Agnes

 

Sehr spannend finde ich die Einteilung des Romans. Zum einen springt man in der Zeit und von Ort zu Ort, was durch die Kapitelüberschriften leicht nachzuvollziehen ist, zum anderen ist die Geschichte in drei Perspektiven eingeteilt, die der 91-jährigen Agnes Weisgut, die der Tochter Martha und die der Enkelin Birte. Durch diesen Aufbau erzählt die Autorin immer nur Häppchen für Häppchen die spannende Familien-Geschichte der Weisgut’s. Die Spannung bleibt also bis zum Ende hin erhalten und lies mich das Buch kaum aus der Hand legen.

 

"Schatz. Liebling. Auch mein Häschen. Oder mein Mäuschen. Wie sie das hasste, diese nach außen, mit den immer gleichen Worthülsen demonstrierte Liebe. Thomas, der Gute. Martha, die Verrückte." Seite 54, Martha

 

Im Vordergrund stehen die bewegende Erlebnisse von Agnes Weisgut, sie hat die entbehrungsreichen Jahre des zweiten Weltkriegs miterlebt, was ihre Vergangenheit zu einer ganz besonders schwermütigen und ergreifenden Geschichte macht. Sie hat das beste aus ihrem Schicksal gemacht und dabei Schuld auf sich geladen. Nun möchte Sie ihrer Familie die ganze Wahrheit über die Vergangenheit erzählen, dabei hofft sie nicht auf Vergebung, sondern nur auf das Verstehen.

 

Alexandra Fröhlich’s Roman ist geprägt von den einschneidenden Erlebnissen des zweiten Weltkriegs, dabei stehen aber immer die drei Hauptprotagonisten Agnes, Martha und Birte im Vordergrund. Wirklich jeder dieser besonderen Charaktere hat eine ganz spezielle Persönlichkeit die im Laufe des Buchs verständlich dargelegt wird. Für mich glich das einer spannenden und berührenden Reise durch die Menschlichkeit! Ein wirklich toller Roman den ich euch ganz besonders ans Herz legen möchte.

 

"Eine Tochter ohne Mutter. Eine Mutter ohne Tochter. Das passte zusammen, fand Birte. Da konnte doch die eine der anderen geben, was sie beide brauchten." Seite 154, Birte

 

Über die Autorin

 

Alexandra Fröhlich lebt als Autorin in Hamburg und arbeitet als freie Textchefin für verschiedene Frauenmagazine. Ihr Roman „Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen“ (2012) stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Auch in ihrem neuen Buch, „Gestorben wird immer“, erzählt sie augenzwinkernd eine ungewöhnliche Familiengeschichte.(Quelle: Penguin Verlag)

 

Fazit

 

Eine bewegende Familiengeschichte, die bis heute durch die schlimmen Jahre des zweiten Welkriegs geprägt ist.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-gestorben-wird-immer-von-alexandra-froehlich

Rezension | Salz für die See von Ruta Sepetys

Salz für die See - Ruta Sepetys, Henning Ahrens

Beschreibung

 

Der zweite Weltkrieg ist fast zu Ende. Tausende Menschen flüchten voller Angst vor der Roten Armee. Darunter die junge litauische Krankenschwester Joana, die fünzehn-jährige Polin Emilia und der Restaurator und vermeintlicher Deserteur Florian. Zusammen bilden sie eine Notgemeinschaft um in Gotenhafen bei der Wilhelm Gustloff an Bord zu gehen, und endlich in Sicherheit zu gelangen.

 

Der Krieg hat jedoch jeden Einzelnen Misstrauen gelehrt, und alle Menschen in der Notgemeinschaft haben ihre Geheimnisse. Dennoch halten sie zusammen, denn die eisig kalten Tage sowie die schrecklichen Kriegserlebnisse schweisen sie zusammen.

 

Meine Meinung

 

In dem Jugendroman „Salz für die See“ erzählt Ruta Sepetys eine fiktive Geschichte, die auf dem Drama, des zu Ende des zweiten Weltkriegs versenkten Rettungsschiffes Wilhelm Gustloff basiert. Obwohl ich mich für Geschichte interessiere, insbesonder die Geschichte über den zweiten Weltkrieg, kann ich mich nicht daran erinnern jemals etwas über dieses Drama gehört zu haben, und wenn dann nur am Rande. Umso spannender war es für mich in diesen Roman einzutauchen, der einige Lebensgeschichten um dieses Ereignis spinnt.

 

Vorher aber noch ein paar Hintergrundinformationen für euch. Die Wilhelm Gustloff entstand im Auftrag der NSDAP im Jahre 1937 in Hamburg und wurde bis zum Beginn des zweiten Weltkriegs als Kreuzfahrtschiff für die Organisation „Kraft durch Freude“ (KdF) genutzt, und war für 1.463 Passagiere plus 417 Besatzungsmitglieder ausgelegt. Danach diente sie der Kriegsmarine als Lazarettschiff, Verwundetentrasporter und Wohnschiff für die U-Boot-Lehrdivision in Gotenhafen. Als die Rote Armee die Ostfront durchbrach wurde durch das Unternehmen Hannibal die Verlegung der 2. U-Boot-Lehrdivision nach Westen angeordnet, bei der zusätzlich verwundete Soldaten und Flüchtlinge mit an Bord genommen wurden. So legte die Wilhelm Gustloff schließlich mit ca. 10.300 Menschen in Gotenhafen ab. Nur wenige Stunden danach, trafen drei Torpedos des sowjetischen U-Boot S-13, die die Wilhelm Gustloff versenkten. Es wurden nur wenige Menschen gerettet, die Opferzahl wird auf ca. 9.000 Menschen geschätzt, womit der Untergang der Wilhelm Gustloff zu der größten Katastrophe der Schifffahrtsgeschichte zählen würde.

 

"Ein Mädchen, das die Mutter verloren hatte, glich einem winzigen Boot auf einem zornigen Ozean. Manche Boote gelangen schließlich an Land. Andere Boote, so auch meines, trieben immer weiter auf die See hinaus." Seite 176, Emilia

 

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz gehalten und erschaffen eine dramatische Atmosphäre. Außerdem lässt sich durch die Kapitelüberschrift gleich feststellen in welche Perspektive man eintaucht. Ruta Sepetys erzählt nämlich gleich mehrere Geschichten, die in den Kriegswirren zueinander finden. Abwechselnd schlüpft man in die Haut der jungen litauische Krankenschwester Joana, der fünfzehnjährigen Polin Emilia, des deutscher Deserteurs Florian und des Matrosen Alfred.

 

Joana befindet sich von Beginn an in einem Flüchtlingstreck auf dem Weg nach Gotenhafen um vor der Roten Armee in den sicheren Westen zu fliehen. Hier finden sich die unterschiedlichsten Charaktere wieder, aber vor allem jene, die von Hitler verfolgt werden, durch das Schicksal treffen Florian und Emilia auf den Treck und schließen sich ihm nach einigem Hin- und Her an.

 

Ruta Sepetys facettenreicher Schreibstil ist meist sachlich und ruft dennoch eine Reihe von Emotionen hervor, die mich von der ersten Seite an ergriffen, und einfach nicht mehr losgelassen haben. Vor allem die poetischen Erzählungen der erst fünfzehnjährigen Emilia haben mir einige Tränen beschert und mich tief bewegt! Nicht weniger bewegend ist die Geschichte der jungen Krankenschwester die am liebsten jedem Menschen auf ihrem Weg helfen würde, aber erschreckt miterleben muss, dass sie nicht immer helfen kann.

 

Florian bringt mit seiner Geheimniskrämerei die Mystik des sagenumwobenen Bernsteinzimmers, dass die Nazis während des 2. Weltkriegs geraubt haben sollen, in die Geschichte. Ein fast magisches Element das der Geschichte einen besonderen Touch verleiht.

 

All diese Geschichten steuern unaufhörlich auf die Katastrophe des Untergangs der Wilhelm Gustloff zu. Während ich über das Buch nachdenke und diese Sätze schreiben überkommt mich schon wieder die Gänsehaut, die Ruta Sepetys Geschichte anhaftet.

 

"Die Wilhelm Gustloff war schwanger mit den vielen verlorenen Seelen, die der Krieg hervorgebracht hatte. Sie würden sich im Schiffsbauch drängen und das Schiff wäre die Gebärerin ihrer Freiheit und Sicherheit." Seite 231, Emilia

 

„Salz für die See“ ist ein gut recherchierter Roman, der trotz der fiktionalen Lebensgeschichten der Charaktere erschreckend authentisch über den Krieg und das Schicksal der Flüchtlinge berichtet.

 

Über die Autorin

 

Ruta Sepetys wurde in Michigan geboren und hat litauische Vorfahren. Ihren Wurzeln ging sie in ihrem ersten Buch, „Und in mir der unbesiegbare Sommer“, nach. Für ihren zweiten Roman, „Ein Glück für immer“, hat sie ihre Lust an historischer Recherche mit dem Interesse an New Orleans und seinem schillernden French Quarter verbunden. (Quelle: Königskinder Verlag)

 

Fazit

 

Eine Geschichte über Krieg, Freundschaft und Zusammenhalt. Bewegend und aufwühlend wie die See!

 

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-salz-fuer-die-see-von-ruta-sepetys

Rezension | Wer die Lilie träumt von Maggie Stiefvater

Wer die Lilie träumt (Raven Boys) - Maggie Stiefvater

Beschreibung

 

Blue verbringt viel Zeit mit den Raven-Boys Gansey, Adam, Ronan und dem Geist Noah. Die Suche nach dem verschwundenen König Glendower gestaltet sich ziemlich schwierig, da die Ley-Linie zu verblassen droht. Ronan’s Begabung Gegenstände aus seinen Träumen in die Realität zu bringen wird immer stärker, und er findet sogar noch einen anderen Greywaren, der über diese Macht verfügt.

 

Während Blue und ihre Freunde Glendower näher kommen, ist der graue Mann, ein Auftragskiller, schon längst auf der Suche nach dem wertvollen Greywaren.

 

Meine Meinung

 

Bei „Wer die Lilie träumt“ handelt es sich um den zweiten Band aus der mystischen Jugendbuch Quadrologie „The Raven-Circle“ von Maggie Stiefvater. Seitdem ich den ersten Band der Reihe, „Wen der Rabe ruft“, vor zwei Jahren gelesen habe ist die Geschichte bei mir etwas in Vergessenheit geraten. Trotzdem ist es Maggie Stiefvater gelungen mich schnell mit ihrer magischen sowie etwas düsteren Geschichte zu faszinieren.

 

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Blue sowie ihre ziemlich unterschiedlichen Freunde Adam, Gansey, Ronan und Noah. Schon im ersten Band war die Clique auf der Suche nach dem verschwundenen König Glendower und sie erweckten die magische Ley-Linie zum Leben. Diese Handlung zieht sich auch durch den zweiten Band der Reihe.

 

In diesem Band spielt der charmante Auftragskiller Mister Grey eine tragende Rolle für den Ausgang, und das bunte Treiben im Fox Way (Blue’s Zuhause) lockert die Stimmung zwischendurch ordentlich auf. Trotz der atmosphärisch wundervoll gestalteten Geschichte, kam beim Lesen nicht die nötige Spannung auf. Für meinen Geschmack passierte vor allem in der ersten Hälfte des Buches, über längere Zeit einfach zu wenig, was die Handlung nach vorne treibt. Hinzu kommt die ständig spürbare Wut und Gewalt bei ein paar der Jungs, die mir gehörig auf die Stimmung geschlagen hat.

 

Zum Ende hin nimmt „Wer die Lilie träumt“ noch einmal ordentlich Fahrt auf und kann sogar noch mit etwas Spannung überraschen. Der nächste Band liegt schon zu Hause bereit, denn schließlich möchte ich auf jeden Fall erfahren, ob Blue, Gansey und Co. mit ihrer Suche erfolgreich sein werden!

 

Über die Autorin

 

Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin, Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte sie es mit der Kunst. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin in den Bergen Virginias, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze. (Quelle: Scirpt5)

 

Information zur Reihe


1. 2013 Wen der Rabe ruft (2012 The Raven Boys)
2. 2014 Wer die Lilie träumt (2013 The Dream Thieves)
3.
2015 Was die Spiegel wissen (2014 Blue Lily, Lily Blue)
4.
2017 (voraussichtlich) (2016 The Raven King)
 
Fazit

 

Magisch und traumhaft düster.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-wer-die-lilie-traeumt-von-maggie-stiefvater

Rezension | Annähernd Alex von Jenn Bennett

Annähernd Alex - Jenn Bennett, Claudia Max

Beschreibung

 

Die 17-jährige Bailey ist in einem Online-Film-Forum alias Mink unterewegs und schwärmt schon seit einiger Zeit für Alex. Als Bailey zu ihrem Vater in einen kalifornischen Küstenort zieht, in dem auch Alex wohnt, erzählt sie ihm vorerst nichts davon. Bailey möchte zuerst unauffällig nachforschen, ob das mit Alex auch in der Realität etwas werden könnte.

 

Als Bailey ihren Sommer-Job in einem Museum beginnt, knüpft sie zum ersten Mal in ihrem Leben eine richtige Freundschaft. Leider entpuppt sich der Job im Kassenhäuschen als der reinste Horror, bei dem sie sich jeden Tag fast zu tode schwitzt. Einziger Lichtblick: Porter Roth, Surferboy und Macho, der sie mit seinen Sticheleien ganz schön aus der Reserve lockt. Die beiden kommen sich jedoch schnell näher und ihr Onlineschwarm Alex gerät bei Mink immer mehr in Vergessenheit.

 

Meine Meinung

 

„Annähernd Alex“ von Jenn Bennett hat mich durch sein sommerliches Vintage-Cover sofort angesprochen und wanderte somit als erstes Buch aus dem Königskinder Verlag in mein Regal.

 

Obwohl es Teenager-Love-Story’s wie Sand am Meer gibt, fand ich diese hier äußerst bezaubernd. Die Hauptprotagonistin Bailey ist mir mit ihrer Liebe zu alten Filmen auf Anhieb symphatisch. Außerdem kann ich ihren vorsichten Charakterzug nur zu gut verstehen. Ebenso wie ihr Vorhaben Ihren Online-Schwarm Alex erst einmal aus der Ferne zu beobachten um eine Enttäuschung bei einem realen Treffen vorzubeugen.

Als Bailey allerdings zu ihrem Vater nach Kalifornien zieht ändert sich so einiges in Bailey’s Leben. Nachdem sie durch ihren Ferienjob eine gute Freundin gefunden hat, und die Anziehungskraft zu dem attraktiven Surfboy Porter auf der Hand liegt, kann sich Bailey nicht länger in ihrem Schneckenhaus verkriechen. Nun ist es an ihr die Initiative zu ergreifen, ihren Online-Schwarm Alex zu finden oder doch mehr Zeit mit Porter zu verbringen.

 

Der Geschichtsverlauf liegt zeimlich klar auf der Hand, nur für Bailey nicht – sie scheint wahrhaft Tomaten auf den Augen zu haben. Doch das hat mich ehrlich gesagt überhaupt nicht gestört, ich fand es sogar sehr unterhaltsam, dass Bailey das offensichtliche nicht wahrnimmt und im Dunkeln tappt. Deshalb vergebe ich für diese zuckersüße Unterhaltungslektüre 5 von 5 Grinsekatzen.

 

Über den Autorin

 

Jenn Bennett wurde in Deutschland geboren, zog dann aber in die USA. Sie reist gern, u.a. nach Europa und Südostasien. Sie arbeitet hauptberuflich als Autorin und hat u.a. eine sehr erfolgreiche Fantasyserie geschrieben, bevor sie nun mit „Die Anatomie der Nacht“ ihr erstes realistisches Jugendbuch vorlegt. Jenn Bennett lebt mit ihrem Mann in Georgia. (Quelle: Königskinder Verlag)

 

Fazit

 

Eine Liebesgeschichte die für ein paar schöne Lesestunden sorgt und dabei sommerlichen Flair versprüht.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-annaehernd-alex-von-jenn-bennett

Rezension | Das Paket von Sebastian Fitzek

Das Paket: Psychothriller - Sebastian Fitzek

Beschreibung

 

Emma Stein liebt ihren Beruf als Psychiaterin, doch seit sie in einem Hotelzimmer geschoren und vergewaltigt wurde, ist ihr Leben aus den Fugen geraten. Aus ständiger Angst, sie könnte nochmals Opfer eines Psychopathen werden, verkriecht sich Emma in ihrem Haus und kapselt sich vollkommen von ihrer Umwelt ab.

 

Eines Tages nimmt Emma, ohne es wirklich zu wollen, ein mysteriöses Paket für einen Nachbarn an, dessen Namen sie noch nie zuvor gehört hat. Das gibt Emmas Paranoia neue Nahrung, und so kommt es, dass sie die Sicherheit ihrer Wohnung verlässt, und in einen wahren Albtraum hineingerät.

 

Meine Meinung

 

Ich lese super gerne Psycho-Thriller, da ist es eigentlich ein ziemlich ungewöhnlicher Zufall, dass ich bisher noch keines von Sebastian Fitzek’s Werken gelesen habe. Nunja dies habe ich nun mit „Das Paket“ geändert! Die Aufmachung des Buches ist mit der Paket-Verpackung sehr gut gelungen, und auch der Einband wirkt sehr paketartig – einfach etwas ganz spezielles und ein echter Hingucker für das Bücherregal.

 

Der spannungsgeladene Schreibstil von Sebastian Fitzek hat mich von der ersten Seite gefesselt, und hat mich definitiv nicht mehr so schnell los gelassen. Vor allem die psychisch labile Emma, nimmt den Leser auf ein nervenaufreibendes Verwirrspiel mit. Lange habe ich gerätselt, ob die ganze Geschichte mit dem „Friseur“ lediglich Emmas blühender Fantasie und Paranoia entsprungen sein könnte, und dann wieder habe ich einen Protagonisten nach dem anderen in Verdacht genommen.

 

Obwohl ich Emma nicht wirklich mochte, ist sie ein fabelhaft authentischer Charakter. Ihre Ängste und Gedanken sind nachfühlbar dargestellt, und machen für mich den Reiz dieses Buches aus. Außerdem bleibt es bis zum Schluss ziemlich spannend, Schlag auf Schlag ereignen sich die unvorstellbarsten Dinge in Emmas Leben. Leider gab es dann etwas ab­rupt so eine Art Schlüsselpunkt, ab dem die Auflösung (welche an sich richtig gut eingefädelt ist) ziemlich schnell von statten ging. Hier hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht. Dazu bleiben neben der Hauptprotagonistin Emma die anderen Charaktere leider etwas farblos. Deshalb vergebe ich mit einem Punkt Abzug, gute 4 von 5 Grinsekatzen.

 

Über den Autor

 

Sebastian Fitzek wurde am 13. Oktober 1971 in Berlin geboren und ist ein der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller. Bevor 2006 sein Debütroman „Die Therapie“ erschien, studierte er Jura und arbeitete bei einem Berliner Radiosender. Seither veröffentlichte er viele weitere erfolgreiche Thriller, die in bis zu 20 Sprachen übersetzt wurden!

 

Fazit

 

Ein spannendes Verwirrspiel das von Anfang bis Ende fesselt!

 

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-das-paket-von-sebastian-fitzek

Rezension | Eierlikörtage von Hendrik Groen

Eierlikörtage: Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre - Hendrik Gruen

Beschreibung

 

Mit seinen 83 1/4 Jahren mag Hendrik Groen schon zur alten Bevölkerung zählen, doch er ist noch lange nicht tot. Das sieht nicht nur er so, sondern auch noch einige andere Bewohner eines Amsterdamer Altenheims. So finden sich ziemlich unterschiedliche Menschen, die noch mehr erleben wollen als Kaffeekränzchen und schlechte Laune, und gründen den Alt aber nicht Tot Club.

 

Gemeinsam planen und unternehmen sie Ausflüge, die das Leben wieder schön machen. Leider gibt es nicht nur positive Erlebnisse, sondern die Gruppe muss auch mit Rückschlägen und traurigen Nachrichten, die das Älter werden leider mit sich bringen, umgehen. Seine ganzen Erlebnisse und Gedanken hält Hendrik Groen in seinem „geheimen“ Tagebuch fest.

 

Meine Meinung

 

Hendrik Groen lebt in einem Amsterdamer Altenheim und hat das einfältige Leben dort entgültig satt. Im Gegenteil zu den meisten anderen Senioren ist Hendrik mit einem scharfen Verstand und einer großen Portion Lebenslust gesegnet. Um sich aus dem Alltagstrott zu befreien, beschließt Hendrik seine Erlebnisse vollkommen ungeschönt in einem Tagebuch niederzuschreiben, und nicht mehr zu allem ja und Amen zu sagen, sondern seine Meinung zu vertreten. Immer an seiner Seite, sein bester Freund Evert.

Da sich Hendrik und Evert von den anderen Bewohnern des Altenheims in jeder nur erdenklichen Weise unterscheiden, haben sie nicht gerade viele Freunde. Außerdem stellen sie sich nur zu gerne, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, gegen die Heimleitung, was in den Augen der anderen Bewohner einem Skandal gleichkommt. Kurzum Hendrik und Evert sind ziemlich direkt und treffen damit meistens den Nagel mit dem Kopf.

 

Als eine neue Bewohnerin, Eefje Brandt, einzieht ändert sich Hendriks Leben noch einmal hin zur Sonnenseite, denn auch Eefje kann nichts mit dem Geschlurfe, Gestöhne und Gejammer der anderen Bewohner anfangen. Kurz darauf ereignet sich die Gründung eines Rebellenclubs, mit dem Vereinsnamen Alt-aber-nicht-tot (kurz Alanito). Unter den Mitgliederen: Hendrik Groen, Evert Duiker, Eefje Brandt, Edward Schermer, Grietje de Boer und Graeme Gorter. Die Club-Gründer haben wolhlweislich die Mitgliederzhal vorerst auf sechs Personen begrenzt um den ganzen Nörglern ein klares Zeichen zu setzten.

 

Der Alanito Club erfüllt den Zweck, den langweiligen Alltag im Seniorenheim zu bekämpfen, schöne Ausflüge zu planen und einfach jede Menge Spaß zu haben. In regelmäßigem Abstand organisiert nacheinander jedes Mitglied einen Ausflug, der unter Betrachtung der finanziellen Mittel und Gebrechen der Mitglieder möglich ist. Schnell blüht das Leben der Gruppe auf, und schon bald sind sie unzertrennlich. Doch leider bringt das Alter seine Gebrechen mit sich, so dass sich der Gesundheitszustand einiger Mitglieder verschlechtert.

 

Solltet ihr der Meinung sein, ein Leben im Seniorenheim ist langweilig und fad, dann beweist euch Hendrik Groen mit seinem Tagebuch „Eierlikörtage“ genau das, und vor allem, dass das Gegenteil durchaus im Bereich des möglichen liegt. Mit seinen klaren und treffenden Beobachtungen hat mich Hendrik Groen zum schmunzeln, lachen und weinen gebracht. Ein wirklich herrliches Werk, dass nicht nur durch seine sarkastische Seite glänzt, sondern auch zum nachdenken anregt. Daher vergebe ich 5 von 5 Grisekatzen.

 

Über den Autor

 

Hendrik Groen veröffentlichte die ersten Einträge seines Tagebuchs auf der Website des »Torpedo Magazines«, bevor es in Holland zu einem überragend erfolgreichen Buch wurde und sich im ganzen Land Hendrik-Groen-Fanclubs gründeten. Er sagt über seine Romane : »Kein Satz ist eine Lüge , aber nicht jedes Wort ist wahr.« Die Fortsetzung ist soeben in den Niederlanden erschienen. (Quelle: Piper Verlag)

 

Fazit

 

Ein scharfsinniges und humorvolles Tagebuch über das Leben im Seniorenheim.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-eierlikoertage-von-hendrik-groen

Rezension | Marmorkuss von Jennifer Benkau

Marmorkuss - Jennifer Benkau

Beschreibung

 

Jarno’s größter Traum ist es eine Ausbildung als Fotograf zu beginnen. Doch die Chancen auf einen solchen Arbeitsplatz sind gering. So schlägt sich Jarno mit verschiedenen Jobs durch’s Leben und hofft, durch den Gewinn eines Fotowettbewerbs, einen der begehrten Ausbildungsplätze zu ergattern.

 

Auf der Suche nach dem perfekten Motiv, findet Jarno in einer alten, verfallenen und mit Rosen überwucherten Villa, eine wunderschöne Marmorfigur. Beim fotografieren des Marmormädchens verliebt er sich sogar etwas in die geheimnisvolle Schönheit, denn die Figur scheint nicht kalt wie Stein zu sein, sondern sie hat etwas äußerst lebendiges an sich. Als er die Schönheit aus weißem Marmor küsst, geschieht das Unmögliche – die Figur erwacht zum Leben.

 

Meine Meinung

 

In dem Jugendroman „Marmorkuss“ erzählt Jennifer Benkau eine „moderne“ Märchengeschichte à la Dornröschen. Die beiden Hauptprotagonisten Jarno und Klara sind in vollkommen unterschiedlichen Jahrhunderten zu Hause. Während man den beiden Erzählsträngen (Jarnos Sichtweise/Klaras Sichtweise) folgt, erfährt man einiges über ihre unterschiedliche Leben und ihre Probleme.

 

Während Jarno händeringend versucht als Fotograf Fuß zu fassen, und sich mit diversen Jobs über Wasser hält, will Klara ihr Studium zur Lehrerin zu Ende bringen, und trotz des Lehrerinenzölibats ihren geheimen Verlobten zum Mann nehmen. Doch durch einen Zauber erwacht Klara erst über hundert Jahe später in einer einsamen Villa und begegnet Jarno. Wie im Märchen verlieben die Beiden sich ineinander, nur im Gegensatz zu einem klassischen Märchen, geht die Geschichte nun erst richtig los!

 

Ich habe schon einige Bücher von Jennifer Benkau gelesen, und war immer sehr begeistert von ihrem flüssigen und fesselnden Schreibstil. Leider muss ich sagen, dass mich „Marmorkuss“ etwas enttäuscht hat – der Schreibstil ist zwar auch hier schön flüssig, doch ich wurde mit den Charaktere einfach nicht so recht warm. Außerdem kommt noch hinzu, dass die Spannung während des Handlungsverlaufs immer wieder abflaute.

 

Sehr interessant fand ich die diversen Perspektiven aus Vergangenheit und Gegenwart. Gerne hätte ich darüber noch mehr gelesen und mich von der Magie verzaubern lassen. Leider sprang der Funke, trotz der tollen Grundstory, in dieser Märchenadaption nicht über. Ich vergebe 3,5 von 5 Grinsekatzen.

 

Über den Autor

 

Jennifer Benkau wurde im April 1980 in Solingen geboren. Sie liebt Spatziergänge im Dunkeln, Fahrradtourn im Sommer und natürlich ihre Familie inklusive Katzen. Außerdem könnte sich Jennifer Benkau ein Leben ohne Bücher (das Schreiben) und Musik gar nicht mehr vorstellen. 2010 erschien ihr Debütroman >>Nybbas Träume<< im Sieben Verlag.

Fazit

 

Ein modernes Dornröschen Märchen, dass die Magie der Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-marmorkuss-von-jennifer-benkau

Ich lese gerade

Dustlands - Der Blutmond
Alice Jakubeit, Moira Young
Bereits gelesen: 59/432 pages