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Rezension | Meine Cousine Rachel von Daphne du Maurier

Meine Cousine Rachel: Roman (insel taschenbuch) - Daphne du Maurier, Brigitte Heinrich, Christel Dormagen

Beschreibung

 

Bereits früh verlor der junge Philip Ashley seine Eltern, daher wächst er bei seinem Vetter und überzeugten Junggesellen Ambrose in Cornwall auf. Die beiden Männer führen ein behagliches Landleben bei dem ihnen nichts zu Fehlen scheint, am allerwenigsten eine Frau. Ambrose Gesundheit verschlechtert sich jedoch und reißt ihn aus seinem Alltag heraus. Um wieder gesund zu werden unternimmt Ambrose Reisen in den Süden. Während seiner Abwesenheit schreibt er Briefe an Philip, aus diesen hervorgeht, dass Ambrose sich mit ihrer Cousine Rachel vermählt hat. Es treffen immer weniger Briefe ein, die Inhalte werden zunehmend verwirrend, zusammenhanglos und alarmierend – so dass Philip beschließt nach Florenz zu reisen um Ambrose aufzusuchen.

 

Als Philip vor Ort eintrifft ist Ambrose bereits tot, von der Witwe Rachel fehlt jegliche Spur. In Trauer und Wut entbrannt, voller Rachegelüste, kehrt Philip nach Cornwall zurück. Eines Tages steht Rachel, das Objekt seiner Rachegedanken, vor der Tür und sie ist so vollkommen anders als erwartet. Es dauert nicht lange bis auch Philip dieser geheimnisvollen Frau verfällt.

 

Meine Meinung

 

„Meine Cousine Rachel“ von Daphne du Maurier ist ein Klassiker des 20. Jahrhunderts, dessen Geschichte im ländlichen Cornwall (irgendwann im 19. Jahrhundert) spielt. Am 13. Juli 2017 kommt die Verfilmung des Romans in die Deutschen Kinos. Passend dazu hat der Suhrkamp Verlag den Roman in einer kompletten Neuübersetzung von Brigitte Heinrich und Christel Dormagen heraus gebracht. Bisher hatte ich die Autorin Daphne du Maurier nicht auf dem Leseradar und habe dies nun schleunigst geändert!

 

Meine treuen Leser haben sicherlich schon mitbekommen das ich zwischendurch auch mal gerne zu klassischer Literatur greife und mich in den Wogen dieser bedächtigen, umschmeichelden Sprachkünste verliere die vortrefflich gesellschaftliche Aspekte aufgreifen. Mit „Meine Cousine Rachel“ von Daphne du Maurier gelingt das zu 100 Prozent.

 

Im Mittelpunkt steht der 24-jährige Philip der seinem Vetter und Vaterersatz Ambrose unglaublich ähnelt. Beide Männer sind Einzelgänger, sehr naturverbunden und lieben ihr einfaches Leben im gemütlichen Herrenhaus in Cornwall ohne jegliche gesellschaftlichen Verpflichtungen. Auf Anhieb mochte ich diese unkomplizierten und liebevoll gestalteten Charaktere.

 

"Wir waren Träumer, alle beide, unpraktisch, scheu, den Kopf voll großartiger Theorien, die sich nie bewähren mussten, und wie alle Träumer, gingen wir schlafwandelnd durch die Welt. " (Seite 14)

 

Bereits nach wenigen Seiten hatte mich Daphne du Maurier auch mit ihrer Geschichte am Haken. Zwei überaus liebenswerte und charismatische Herren die nicht die geringste Absicht hegen jemals eine Frau in ihr Leben zu lassen, und dann kommt doch alles anders als erwartet. Das vertraute Verhältnis zwischen Philip und dem gut zwanzig Jahre älteren Ambrose wird auf die Probe gestellt. Ambrose verliebt sich in Rachel, heiratet diese schließlich, und bevor Philip ihn noch einmal zu Gesicht bekommt, verstirbt er unter mysteriösen Umständen. Alles was Philip bleibt sind verstörende Briefe von Ambrose, nagende Eifersucht und der Verdacht, dass Rachel die Schuld an der ganzen Tragödie trägt.

 

"Der so angsterfüllte, scheinbar so endlose Tag war nun vorüber, und ich hätte partout nicht sagen können, ob er sich zu meinem Vorteil oder Nachteil entwickelt hatte." (Seite 112)

 

Diese Ungewissheit zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman und verleiht der Geschichte eine besonders geheimnisvolle Atmosphäre. Zuerst der Verdacht gegen Rachel den Philip aus Ambrose Briefen zieht, seine unglaubliche Wut gegen Rachel als er mit Ambrose Tod konfrontiert wird, und der Nährboden für eine tiefe Rache ist bereitet. Schließlich lernt Philip die junge Frau kennen, nur die Bilder die in seinem Kopf entstanden sind wollen einfach nicht mit der Person übereinstimmen die er nun kennen lernt. Rachel ist sympathisch, herzlich und packt gutmütig überall mit an. Trotz aller Zweifel und jeglicher Abneigung gegen eheliche Bindungen, beginnt Philip sich in diese undurchschaubare Frau zu verlieben.

 

"»Ich wage die freche Behauptung«, verkündete ich, »dass die Segnungen ehelichen Glücks nicht ganz das sind, was immer behauptet wird. Wenn ein Mann sich Wärme und Behaglichkeit wünscht und etwas Schönes zum Anschauen dazu, so kann ihm all das sein eigenes Haus schenken, wenn er pfleglich damit umgeht.«" (Seite 189)

 

Die Geschichte wird aus Philips Perspektive erzählt, so dass sich der Leser unweigerlich in seine Situation hineinversetzt fühlt und sich mit seinem Schicksal identifizieren kann. Zeitweise hat es mich schier wahnsinnig gemacht, die nüchternen Fakten die gegen die Unschuld von Rachel sprechen mit der liebevollen und fürsorglichen Witwe in Einklang zu bringen. Ist Rachel wirklich so berechnend, nur auf Geld und Besitz aus, ohne Rücksicht auf Verluste? Oder trifft doch eher die herzzerreißende Geschichte über tiefe Liebe und tödliche Tumorerkrankung zu? Trotz diverser alarmierender Signale, die eher für die erste Variante sprechen, scheint sich Philip geradewegs in sein Verderben zu stürzen. Am Ende bleibt nur nagende Ungewissheit…

 

„Meine Cousine Rachel“ bietet eine emotionale XXL-Karussellfahrt bei dem auch dem stärksten Gewissen schwindelig werden kann. Bei dem gemächlichen Handlungsverlauf kann es evt. dem ein oder anderen Leser etwas langweilig werden, ich für meinen Teil habe aber jede wunderschön geschriebene Zeile genossen. Einen kleinen Abzug muss ich aufgrund des offenen Endes dennoch vornehmen. Die liebe Daphne du Maurier kann uns doch nicht einfach mit dieser Gewissensfrage alleine lassen?!?!

 

Über die Autorin

 

Daphne du Maurier wurde 1907 in London geboren und entschied sich im Alter von 19 Jahren nach einer Ferienreise an die cornische Küste, diesen Ort fortan nicht mehr zu verlassen. Alle ihre Romane lässt sie in Cornwall spielen: Jamaica Inn, Das Wirtshaus im Bodmin Moor, Meine Cousine Rachel und natürlich Rebecca, 1938 erschienen und von Hitchcock verfilmt. Daphne du Maurier starb im Alter von zweiundachtzig Jahren in Kilmarth. (Quelle: Suhrkamp/Insel Verlag)

 

Fazit

 

Ein lesenswerter Klassiker voll subtiler Spannung vor dem atmosphärischen Hintergrund Cornwalls.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-meine-cousine-rachel-von-daphne-du-maurier

Rezension | Der Hobbit von J. R. R. Tolkien

Der Hobbit: oder Hin und zurück. Mit Illustrationen von Alan Lee. (German Edition) - J.R.R. Tolkien, Wolfgang Krege, Alan Lee

Beschreibung

 

Biblo Beutlin lebt in seiner behaglichen Hobbithöhle im Auenland und verbringt sein Leben äußerst zufrieden und gemächlich, bis der Zauberer Gandalf mit einer Horde Zwerge im Schlepptau auftaucht, und den bescheidenen Hobbit zu einer abenteuerlichen Reise einlädt.

 

Trotz einiger Bedenken willigt Bilbo ein, lässt sein beschauliches Leben hinter sich und geht mit der Zwergengemeinschaft auf die Reise. Ziel der Unternehmung ist es die Heimat der Zwerge einschließlich ihrer Reichtümer von dem gefährlichen Drachen Smaug zurück zu fordern.

 

Meine Meinung

 

„Der Hobbit“ von J. R. R. Tolkien zählt wahrlich zu den Klassikern im Bereich der Fantasyliteratur. Eigentlich handelt es sich bei dem Roman um eine Geschichte für Jugendliche, doch die Erzählung über den Hobbit Bilbo Beutlin und seine Abenteuer mit den Zwergen und dem Zauberer Gandlaf begeistert durchaus auch erwachsene Leser.

Tolkien entführt den Leser in eine phantastische Welt und lässt uns an einer spannenden Reise vor märchenhafter Kulisse teil haben. Dabei lernt man nicht nur das Wesen der Hobbits besser kennen, sondern auch die einzelnen Zwerge. Man begegnet neckischen Elben, furchteinflößenden Orks, Riesenspinnen und schließlich trifft Bilbo tief in einer Höhle auf Gollum. Nach all diesen Strapazen steht nur noch die Bekanntschaft mit dem Drachen Smaug aus.

 

Ich liebe Tolkiens märchenhaften Schreibstil der so detailliert Wesen und Landschaften beschreibt, dass man das Gefühl hat tatsächlich vor Ort zu sein und gemeinsam mit den Helden der Geschichte die Abenteuer zu bestehen.

 

Diese wunderschöne Ausgabe von „Der Hobbit“ des Klett-Cotta Verlags kann zudem mit fantasievollen Illustrationen des Künstlers Alan Lee aufwarten. Seine ganzseitigen bunten Zeichnungen unterstreichen dezent einzelnen Szenen aus dem Buch. Außerdem half Alan Lee bereits dem Regisseuer Peter Jackson bei der filmischen Umsetzung der Geschichte.

 

Über den Autor

 

J. R. R. (John Ronald Reuel) Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein (Südafrika) geboren. Er wuchs in England in der Nähe von Birmingham auf. Schon als Kind interessierte sich Tolkien für Sprache und Mythen. Seine Karriere begann er schließlich im Jahr 1925, als er zum Professor für Angelsächsisch in Oxford gewählt wurde. Schon bald erlangte Tolkien großes Ansehen als einer der besten Philologen weit und breit. Als seine besondere Vorliebe galten die alten nordischen Sprachen.

Im Jahr 1937 erschien sein erstes Werk »Der Hobbit«, dass sich wider Erwarten schnell zu einem beliebten Jugendbuch etablierte. Aufgrund des großen Erfolges wurde rasch nach einer Fortsetzung verlangt, die mit »Der Herr der Ringe« in den Jahren 1954/1955 erschien. J. R. R. Tolkien prägt mit seinen Geschichten um die Ereignisse in Mittelerde die Fantasyliteratur wie kein anderer. Mit 81 Jahren verstarb der Autor nach kurzer Krankheit.

 

Fazit

 

Ein Fantasy-Klassiker der durch seine fantasievollen Gestalten und eine traumhafte Kulisse immer wieder begeistert!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-der-hobbit-oder-hin-und-zurueck-von-j-r-r-tolkien

Rezension | Im Schatten des Granatapfelbaums von Tariq Ali

Im Schatten des Granatapfelbaums - Tariq Ali, Margarete Längsfeld

Beschreibung

 

Granada im 15. Jahrhundert.

 

Das spanische Königshaus erobert sich sein Land zurück. Infolge dessen finden Buchverbrennungen statt und die muslimischen Bürger sehen sich gezwungen zum Christentum zu konvertieren, da schon bald ein Leben als Anhänger des Islams oder als Anhänger des Judentums gefährdet ist. Mitten im Geschehen müssen die Familienmitglieder der muslimischen Huydal Familie einen Weg in die unsichere Zukunft finden.

 

Meine Meinung

 

Der historische Roman „Im Schatten des Granatapfelbaums“ von Tariq Ali spielt um das Jahr 1490 in Granada (im maurischen Spanien). Tariq Ali erzählt von der turbulenten Zeit während der Reconquista und schildert eindrücklich die Ereignisse, die sich zu dieser Zeit in einer gläubigen muslimischen Familie abspielen.

 

Während des Handlungsverlaufs lernt man die fein gezeichneten Charaktere der einzelnen Familienmitglieder kennen und lieben. Besonders den jungen Yasid und seine Schwester Hind mit ihrer weltoffenen unglaublich liebenswürdigen Art hatte ich schnell in mein Herz geschlossen.

 

Die Reconquista beschwört schrecklichen Ereignisse herauf, die für eine ordentliche Gänsehaut sorgen. Wie gebannt habe ich die weitere Entwicklung verfolgt und bin gar nicht mehr aus dem Staunen heraus gekommen. Unglaublich wie eine weltoffene Religion unterdrückt und verbannt wird, und wie stark es die Zukunft einer Familie beeinflusst, die normalerweise glücklich hätte sein müssen.

 

Besonders die Einblicke in den friedlichen islamischen Glauben und wie dieser im Alltag einer maurischen Familie praktiziert wird, fand ich äußerst interessant. Mindestens ebenso beeindruckt war ich von Yasids älterem Bruder Suhayr, der mutig seinen Weg geht und bereit ist für die Sicherheit seiner Familie (und die seines Volkes) alles aufzugeben.

 

Das einstmalige friedliche Zusammenleben von Muslimen, Christen und Juden wird zwar angeschnitten, hätte meiner Meinung nach aber noch mehr Beachtung verdient. Schlussendlich erlebt man in diesem Roman hautnah die Zerstörung eines solchen Friedens mit.

 

Über den Autor

 

Tariq Ali wurde 1943 in Lahore (damals Britisch-Indien, heute Pakistan) geboren. Als 20-Jähriger emigrierte er nach London, wo er Politik und Philosophie studierte und 1968 zum Führer und Vordenker der internationalen Studentenbewegung wurde. Heute arbeitet er als Schriftsteller, Filmemacher und Journalist. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zur Weltgeschichte und -politik, Bühnenstücke, Drehbücher und Romane. (Quelle: Heyne Verlag)

 

Fazit

 

Ein beeindruckender Roman über den islamischen Glauben, die Zwangskonvertierung zum Christentum. Das Ganze vor der malerisch schönen Kulisse des maurischen Spaniens!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-im-schatten-des-granatapfelbaums-von-tariq-ali

Rezension | Alles bleibt in der Familie von Lynne Sharon Schwartz

Alles bleibt in der Familie - Lynne Sharon Schwartz

Beschreibung

 

Mitten in der New Yorker Upper West Side lebt in einem Mehrfamilienhaus eine kunterbunte Patchwork-Familie. Im obersten Stockwerk thront die eigenwillige und etwas schrullige Eigentümerin Anna, außerdem leben auch ihre Töchter Bea, die ein Catering betreibt und einfach alles daran setzt die Familie zusammen zu halten und ihre lesbische Schwester May im gleichen Haus. Die weiteren Wohnungen im Haus bieten genügend Platz für Robert, den Ex-Mann Beas sowie ihre vier Kinder und deren Partner, Roberts zweite Exfrau Serena und seine aktuelle Frau Lisa. In dieser Familie geht es alles andere als verklemmt zu, es gibt kuriose Missverständnisse aber auch schöne Ereignisse.

 

Meine Meinung

 

Ich liebe Romane über Familien, sie sind meist kurzweilig, unterhaltsam, und stecken voller Überraschungen. Als ich den Roman „Alles bleibt in der Familie“ von Lynne Sharon Schwartz entdeckte, stand für mich gleich fest, dass ich diese humorvoll klingende Geschichte unbedingt lesen muss!

 

Der Klappentext verspricht wahrlich nicht zu viel! Mit spitzer Zunge beschreibt Lynne Sharon Schwartz das Zusammenspiel in einer großen, recht ungewöhnlichen Familie. Nach und nach erschließen sich dem Leser die Zusammenhänge und Verbindungen zwischen den einzelnen Personen. Dabei ist der Familienstammbaum, der sich am Anfang der Geschichte befindet, Gold wert!

 

Nachdem man sich als Leser einen Überblick über die unglaublichen Verbindungen dieser Familie verschafft hat, kann man sich staunend in die kommenden Ereignisse und Erzählungen stürzen und sich dabei vom spritzig, bildhaften Schreibstil der Autorin treiben lassen.

 

Lynne Sharon Schwartz erzählt in „Alles bleibt in der Familie“ eine wahnsinnig humorvolle Familiengeschichte voller Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt. Obwohl ich so manches als ziemlich überspitzt empfand (oder wahrscheinlich gerade deshalb) hat der Roman nichts an seiner Authentizität eingebüßt.

 

"Wie flüchtig die erotische Liebe war, wie leicht übertragbar, als sei sie nicht intrinsisch an ein bestimmtes Objekt gebunden, sondern als existiere sie in einem frei schwebenden Zustand. Der Angst nicht unähnlich." (Seite 460)

 

Mein absoluter Lieblingscharakter der Geschichte ist die taffe Hausfrau, Mutter und Geschäftsführerin eines Gastrobetriebes – BEA. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen zeigt sie Kante und vertritt ihren Standpunkt. Sie ist außerdem zugleich Herz und Seele des Familienclans. Sehr bewundernswert wie sie mit den unterschiedlichsten Menschen umgeht und an den Strippen zieht.

 

Über die Autorin

 

Lynne Sharon Schwartz ist eine New Yorker Autorin. Seit den Siebzigerjahren hat sie neunzehn Bücher veröffentlicht, darunter Romane, Sachbücher, Kurzgeschichten und Lyrik. Ihr Debüt »Für immer ist ganz schön lange(1980)« wurde bei Kein & Aber 2015 in einer Neuübersetzung veröffentlicht. »Alles bleibt in der Familie(1999)« erscheint nun erstmals auf Deutsch. Simone Jakob übersetzt aus dem Englischen und hat für Kein & Aber bereits mehrere Bücher ins Deutsche übertragen, u.a. von David Nicholls und Sun-Mi Hwang. (Quelle: Kein & Aber Verlag)

 

Fazit

 

Ein scharfsinniger Gesellschaftsroman des 21. Jahrhunderts der gute Unterhaltung garantiert und gewiss für die ein oder andere Lachfalte sorgt.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-alles-bleibt-in-der-familie-von-lynne-sharon-schwartz

Rezension | Alles, was ich sehe von Marci Lyn Curtis

Alles, was ich sehe - Marci Lyn Curtis, Nadine Püschel

Beschreibung

 

Seitdem Maggie erblindete, ist nichts in ihrem Leben mehr wie es einmal war. Ihr Traum ein großer Fußball-Star zu werden ist schlagartig geplatzt und das Einleben an der neuen Schule für Blinde fällt Maggie nicht gerade leicht. Nach einem unglücklichen Sturz passiert das unvorstellbare: Maggie kann wieder etwas sehen.

 

Die Sehkraft ist nicht vollständig zurückgekehrt, doch einen kleinen Ausschnitt um den zehnjährigen Jungen Ben kann Maggie von nun an deutlich wahrnehmen. Hoffnungsvoll klammert sich Maggie an diesen kleinen Lichtblick, vertieft die Freundschaft zu Ben und lernt dadurch auch seinen großen Bruder kennen. Mason ist Frontsänger in Maggies absoluter Lieblingsband und so hofft sie auch mit ihm ein freundschaftliches Verhältnis schließen zu können. Jedoch hegt Mason starke Zweifel an Maggies Blindheit.

 

Meine Meinung

 

Durch „Das Jahr der Königskinder“ wurde ich auf diesen besonderen Debütroman mit dem Titel „Alles, was ich sehe“ von Marci Lyn Curtis aufmerksam. Gott sei Dank, denn bei diesem Jugendroman handelt es sich um einen kleinen Buchschatz!

 

Marci Lyn Curtis spricht in ihrem Debütroman kein leichtes Thema an. Was tun wenn man plötzlich blind ist? Wie wieder in ein normales Leben finden? Welche sozialen Kontakte pflegen? Und als ob das alles noch nicht genug wäre, spielt sich die ganze Geschichte auch noch mitten im Prozess des Erwachsenerdens ab.

 

In einem sehr schönen, leicht poetisch angehauchten Schreibstil entführt die Autorin in eine unglaubliche Story. Hautnah erlebt man aus Maggies Perspektive mit, durch welche Ängste und Hoffnungen sie sich konfrontiert sieht. Klar ist es auch ihr Charakter der am deutlichsten zum Tragen kommt, die größte Tiefe besitzt und eine wahnsinnige Entwicklung durchläuft. Dennoch konnten mich auch die „Nebendarsteller“ durch ihre Gutmütigkeit und moralischen Stärke beeindrucken.

 

„Alles, was ich sehe“ hat meinen Horizont erweitert. Die spannende Reise durch die Gedankenwelt eines blinden Menschen hat mich tief beeindruckt und lässt mich diese Menschen nun besser verstehen.

 

Über die Autorin

 

Marci Lyn Curtis wuchs in Nordkalifornien auf, wo sie Biologie studierte. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und einem Dackel in Maryland. „Alles, was ich sehe“ ist ihr erster Roman. (Quelle: Königskinder)

 

Fazit

 

Ein außergewöhnliches Buch über Freundschaft die Mut verleiht und stark macht!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-alles-was-ich-sehe-von-marci-lyn-curtis

Rezension | Peter Pan von James M. Barrie

Peter Pan - James M. Barrie

Beschreibung

 

Die Kinder der Familie Darling wachsen in einem behüteten Elternhaus auf und werden von dem tierischen Kindermädchen Nana auf das Herzlichste umsorgt. Alles geht seinen gewohnten Gang bis die Kinder eines Tages Bekanntschaft mit Peter Pan, dem Jungen der nie erwachsen werden möchte, schließen. Gemeinsam mit Peter und seiner Fee Tinker Bell reist Wendy mit ihren jüngeren Brüdern John und Michael ins Nimmerland um Abenteuer zu erleben, den verlorenen Jungen Geschichten zu erzählen und ihnen eine Mutter zu sein.

 

Meine Meinung

 

Das Kinder- und Jugendbuch „Peter Pan“ von James M. Barrie gehört wahrlich zu den Klassikern des frühen 20. Jahrhunderts. Es gibt wohl kaum ein Kind das nicht die Geschichte des jungen Peter Pan kennt, der von Zuhause fortgelaufen ist um niemals erwachsen zu werden. Seine Heimat ist das märchenhafte Nimmerland in dem er Anführer der „Verlorenen Jungs“ ist und es vor Abenteuern nur so wimmelt.

 

Gemeinsam mit Wendy, John und Michael treten wir eine farbenfrohe Reise an, sehen ungewöhnliche Orte und machen Bekanntschaft mit Nixen, Indianern, Piraten und natürlich den verlorenen Jungen. Besonders faszinierend ist das unterirdische Heim der verlorenen Jungen, die Bucht der Nixen und die Jolly Rogers, das Schiff des berüchtigten Captain Hook.

 

Die Figur des Peter Pan trat zum ersten Mal in einem Theaterstück ins Rampenlicht dieser Welt und verzaubert seither die Menschen. Egal ob auf der Bühne oder als weit verbreiteter Disney Filmklassiker – Peter Pan erobert die Herzen von jungen Menschen die niemals erwachsen werden wollen ebenso wie Erwachsene die sich durch die Gesichte wieder jung fühlen. Auch ich kann mich diesem Sog nicht entziehen – schon der Disney Film hat mich in meiner Kindheit verzaubert, und das Broadway Musical „Finding Neverland“ (welches die Entstehungsgeschichte Peter Pan’s erzählt) hat mich sogar zu Tränen gerührt. Doch das Originalbuch zur Peter Pan Geschichte kannte ich bisher noch nicht!

 

Diese wunderschöne bibliophile Ausgabe des Kinderbuchklassikers aus dem Hause Coppenrath ist ein Genuss für Auge und Herz und bietet die wunderbare Möglichkeit endlich die Originalgeschichte von Peter und Pan in der deutschen Übersetzung zu erobern. Durch diverse Extras wie Landkarten, Zeitungsausschnitte und Drehscheiben wird die märchenhafte Welt des Nimmerlands greifbar und zu einem ganz Besonderen, interaktiven Leseerlebnis für Groß und Klein. In jeder Seite steckt so viel Liebe fürs Detail, dass auf jeder Seite erneut eine spannende Entdeckungstour lockt.

 

Nach den vielen phantastischen Abenteuern, die die Kinder mit Peter Pan erleben, schleicht sich eine tief gehende Nachdenklichkeit in den Vordergrund. Wendy möchte mit ihren Brüdern zurück zu ihren Eltern, da begreifen auch die verlorenen Jungen, was sie schon die ganze Zeit sehnlichst vermissen – Ihre richtigen Eltern, sowie das größte Abenteuer des Lebens, erwachsen zu werden. Zurück bleibt ein immerwährend junger Peter Pan…

 

Diese Lektüre weckt das Kind in mir, so dass ich einfach nur klatschen und laut ausrufen möchte: Ja, ich glaube an Feen!

 

Über den Autor

 

James M. Barrie wurde am 9. Mai 1860 in Schottland geboren und schloss 1882 sein Studium als Master of Arts an der Universtität Edinburgh ab. Er arbeitete als Journalist und schrieb Theaterstücke. Berühmt wurde er 1904 mit dem Stück/Buch „Peter Pan“.

Fazit

 

 

Diese wunderschöne Peter Pan Ausgabe verbindet einen literarischen Klassiker mit modernen und interaktiven Details, die mein Leseherz deutlich schneller schlagen lassen!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-peter-pan-von-james-m-barrie

Rezension | Der Club von Takis Würger

Der Club - Takis Würger

Beschreibung

 

Schon früh verlor Hans seine Eltern, so dass seine Erziehung zum größten Teil die Mönche an seiner neuen Heimat, dem Internat, übernahmen. Kurz nach seinem Schulabschluss holt ihn dann doch noch seine einzige verbliebene Verwandte, seine Tante Alex, an die Cambridge Universität in London. Dort soll Hans ein mysteriöses Verbrechen aufklären.

 

Obwohl Hans nicht genau weiß auf was er sich da einlässt, beschließt er diesem Abenteuer offen zu begegnen. Unter falschem Namen trägt er sich an der Cambridge Universität ein. Durch sein Hobby, das Boxen, öffnet sich schließlich die Tür zum elitären Pitt Club. Genau dort soll das schreckliche Verbrechen seinen Ursprung genommen haben und Hans muss sich schließlich entscheiden, ob er etwas Falsches tun soll um Gerechtes zu erreichen.

 

Meine Meinung

 

Takis Würger’s Roman „Der Club“ ist schon rein äußerlich recht minimalistisch gehalten. Die Farben des elitären Pitt Clubs hinterlegen den Buchtitel sowie die Nennung des Autors und Verlags. Genau dieser reduzierte Stil setzt sich in der Geschichte fort.

 

In eindrücklicher Sprache schildert Takis Würger die prägende Kindheit von Hans. Er fühlt sich von seiner Tante im Stich gelassen als sie ihn nach dem Tod seiner Eltern nicht zu sich nach England nimmt. Bei den Mönchen im Internat lebt er ziemlich zurückgezogen, nur das Boxen mit dem afrikanischen Koch gibt ihm den nötigen Halt und die Kraft für den Alltag.

 

Als Hans den Deal mit seiner Tante Alex eingeht, im Gegenzug zu einem Stipendiumsplatz an Cambridge ein Verbrechen in den Reihen des Pitt Clubs aufzuklären, nimmt die Geschichte spürbar an Fahrt auf. Neue Protagonisten betreten die Spielfläche und Hans macht eine spürbare Entwicklung durch. Zum einen findet er zum ersten Mal Anschluss in der Gesellschaft, zum anderen verliebt er sich in die etwas ältere Charlotte.

 

Zu Beginn steht der Leser genau wie Hans vor dem Rätsel, welches Verbrechen sich in diesen elitären Kreisen ereignet hat. Auch wenn um das Verbrechen bis zuletzt ein großes Geheimnis gemacht wird, kann man doch recht schnell erahnen in welche Richtung das Ganze läuft. So überrascht es dann recht wenig, dass nicht nur Alex für eine Straftat Vergeltung möchte, sondern auch Charlotte in gewisser Weise in die Geschichte verwickelt ist.

 

Am beeindruckendsten an diesem leicht kriminalistischen Aufdeckungsroman hat mir die Erzählweise von Takis Würger gefallen. In prägnanten und kurzen Abschnitten schlüpft man in die Haut diverser Protagonisten. Die einzelnen Perspektiven werden nicht nur durch die Abschnittsüberschriften, sondern vor allem auch durch stilistische Mittel in der Sprache untermalt. Die einzelnen Figuren nehmen jede für sich genommen, eine unvergleichliche Gestalt mit diversen Charakterzügen an.

 

Die schonungslose und direkte Art von Alex steht dabei im direkten Kontrast zu Hans schüchternen Wesen das seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden hat. Da ist es kein Wunder, dass Alex die Antwort auf die Kernfrage: „Darf man etwas Unrechtes (wie Selbstjustiz) tun, um somit das Richtige (Rache/Gerechtigkeit) zu erreichen?“, für sich schon gefunden hat. Hans hingegen macht sich die Aufgabe, herauszufinden was das Richtige ist, nicht leicht.

 

Über den Autor

 

Takis Würger, geboren 1985, berichtete für das Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« aus Afghanistan, Libyen und dem Irak. Mit seinen Reportagen gewann er zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Reporterpreis und den CNN Journalist Award. Im Alter von 28 Jahren kündigte er seine Arbeit als Reporter und ging nach England, um an der Universität von Cambridge Ideengeschichte zu studieren. Er boxte als Schwergewicht für Cambridge University Amateur Boxing Club, kämpfte gegen Oxford und brach sich eine Rippe und die Hand. Er ist ein Cambridge Blue, Mitglied im Hawk`s Club, bei den Adonians, im Pitt Club und einer Drinking Society, deren Name hier nicht genannt werden darf. Verbrechen hat er in den Clubs keine begangen. (Quelle: Kein & Aber Verlag)

 

Fazit

 

Trotz des minimalistischen Stils erzeugt Takis Würger ein emotionales Leseabenteuer bei dem vor allem die Moral auf den Prüfstand gestellt wird. Absolut lesenswert!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-der-club-von-takis-wuerger

Rezension | Robin - Die Flucht von Rebecca Gablé

Robin - Die Flucht (Waringham Saga: Das Lächeln der Fortuna 1) - Rebecca Gablé, Detlef Bierstedt, Roman Roth, Wolfgang Wagner, Ulrike Kapfer, Julia Lowack, Moritz Grove, Audible GmbH

Beschreibung

 

England, 14. Jahrhundert.

Der junge Robin lebt seit seiner Kindheit in einem Internat bei Mönchen. Als er eines Tages vom Tod seines Vaters, dem Earl of Waringham, unterrichtet wird, beschließt Robin gegen den Wunsch der Mönche nicht länger dort zu bleiben. Obwohl er nachdem sein Vater des Hochverrats beschuldigt wurde, nicht länger Anspruch auf sein Erbe hat, kehrt Robin in seine Heimat Waringham zurück.

 

Tatsächlich bekommt Robin eine Stellung als Pferdeknecht und ist mit seinem Leben recht zufrieden. Wäre da nicht der Sohn des neuen Earls, der ihn zu jeglicher Gelegenheit schikaniert…

 

Meine Meinung

Bei dem Hörspiel „Robin – Die Flucht“ handelt es sich um den ersten von drei Teilen des Romans „Das Lächeln der Fortuna“ von Rebecca Gablé, bei dem es sich wiederum um den ersten Teil der Warringham-Saga handelt. Der zweite Teil „Robin – Die Wende“ erschien bereits Ende Februar, der dritte Teil „Robin – Die Rückkehr“ erscheint am 28. März 2017. Da es sich bei dem historischen Roman „Das Lächeln der Fortuna“ um ein 1.200 Seiten starkes Buch handelt, finde ich es vollkommen in Ordnung, dass der Roman in 3 Hörspiele aufgeteilt wurde. Außerdem gefällt es mir außerordentlich gut, dass man die Geschichte ungekürzt erleben kann.

 

Ich habe schon länger kein Hörspiel mehr gehört und bin vollkommen begeistert von dieser aufwendigen Buchinszenierung! Geschichte, Sprecher und musikalische Begleitung entführen den Hörer schon nach wenigen Kapiteln auf direktem Weg ins Mittelalter.

 

Im Mittelpunkt der Handlung steht der von Schicksalsschlägen gebeutelte Robin, der langsam von einem Jungen zum Mann heranwächst. Nachdem sein Vater unter mysteriösen Umständen verstorben und des Hochverrats schuldig befunden wurde, hat es Robin alles andere als leicht. Trotz aller Widrigkeiten schlägt sich Robin tapfer durch sein neues Leben als „Niemand“.

 

Obwohl die Geschichte mit Dramatik, schön gezeichneten Charakteren und spannenden Wendungen zu fesseln vermag, zog es sich hin und wieder etwas in die Länge. Diesen kleinen Kritikpunkt macht die herausragende Leistung der unterschiedlichen Sprecher jedoch gleich wieder wett. Vor allem Roman Roth als Robin hat mir sehr gut gefallen (auch wenn die Stimme zu Beginn der Geschichte etwas zu alt für den jungen Robin klingt).

 

Fazit

 

„Robin – Die Flucht“ ist eine wirklich überzeugende Komposition aus Hörspiel und Hörbuch, die vor allem durch die unterschiedlichen Sprecher sehr lebhaft und mitreißend daher kommt.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/hoerbuch-rezension-robin-die-flucht-von-rebecca-gable

Rezension | Die Rabenkönigin von Michelle Natascha Weber

Die Rabenkönigin - Michelle Natascha Weber

Beschreibung

 

Es ranken sich Gerüchte um die königliche Familie in Sorieska, denn schon seit langer Zeit wurde kein Familienmitglied mehr gesichtet. Auf der Familie scheint ein Fluch der Feen zu liegen und die Ehemänner die sich die Königin zum Gatten nimmt, haben nur eine kurze Lebensdauer an ihrer Seite.

 

Majas bester Freund Elejas ist an den Königshof gereist um als Musiker bekannt zu werden, und sich seine Brötchen selbst verdienen zu können. Doch als Maja gegen den Willen ihres Vaters zum Schloss reist, muss sie feststellen das mit Elejas etwas unheimliches vor sich geht. Obwohl Elejas seit Kindertagen mit Maja befreundet ist erkennt er seine beste Freundin nicht mehr und die Spiegel scheinen unheilvolle Dinge zu verkünden. Gemeinsam mit einem sprechenden Raben kommt Maja dem Geheimnis das sich um die Königsfamilie rankt auf die Spur…

 

Meine Meinung

 

Den Fantasy-Roman „Die Rabenkönigin“ vo Michelle Natascha Weber habe ich zu Weihnachten von einer Freundin geschenkt bekommen. Das hübsche Cover und die märchenhafte Beschreibung haben mir sehr gut gefallen und somit hatte ich hohe Erwartungen an die Geschichte.

 

Der Schreibstil von Michelle Natascha Weber ist sehr blumig und ausschweifend gehalten. Außerdem verwendet die Autorin recht viele Metaphern. Das zusammen genommen mit den vielen ähnlich klingenden Namen hat es mir recht schwer gemacht Zugang zur märchenhaften Welt von Sorieska zu erhalten. Dennoch wollte ich unbedingt wissen wie es weitergeht, und so bin ich schlussendlich am Buch dran geblieben.

 

Der Spannungsverlauf steigt erst nach ungefähr der Hälfte der Geschichte etwas an. Das mag vor allem an den ausschweifenden Beschreibungen liegen. Diese treiben die Handlung nicht sonderlich voran und tragen zur Geschichte insgesamt nicht viel bei.

Sehr gelungen finde ich die märchenhafte Geschichte an sich sowie das magisch wirkende Schloss als hauptsächlichen Handlungsort. Im krassen Gegensatz dazu, bleibt eine große Zahl der Charaktere leider blass und unscheinbar.

 

Mit der Hauptprotagonistin Maja konnte ich mich nicht so recht identifizieren da sie recht sprunghaft ist und sich vor allem von ihrer Verbindung zu den Feen leiten lässt. Am besten haben mir die Szenen zwischen ihr und dem Raben gefallen in denen es erfrischend neckisch zugeht. Außerdem macht die Rabenkönigin als Bösewicht der Geschichte eine tolle Figur.

 

Über die Autorin

 

Michelle Natascha Weber wurde 1980 in Hanau geboren und lebt heute am Rhein. Nach dem Abitur studierte sie Kunstgeschichte und Anglistik in Gießen und widmete sich ihrer Leidenschaft für das Schreiben. Sie schreibt Fantasy-Romane, in denen sich Märchenelemente mit Gothic Romance und Mantel und Degen Einflüssen vereinen. (Quelle: Drachenmond Verlag)

 

Fazit

 

Die Geschichte ist zwar wunderschön märchenhaft und düster, die Charakter sind jedoch viel zu unscheinbar.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-die-rabenkoenigin-von-michelle-natascha-weber

Rezension | Der Kreis der Rabenvögel von Kate Mosse

Der Kreis der Rabenvögel: Roman - Kate Mosse, Ulrike Wasel, Klaus Timmermann

Beschreibung

 

1912: England.
Connie Gifford lebt gemeinsam mit ihrem Vater, den sie einfach nur Gifford nennt, zurückgezogen in einer kleinen Ortschaft in Sussex. Mit ihrem Geschäft als Tierpräperatoren können sie sich gerade so durchschlagen. Als Connie eines Tages eine tote Frau in den Sümpfen hinter ihrem Haus findet und sie Bekanntschaft mit Harry Doyle macht, kehren nach und nach verschwunden geglaubte Erinnerungsfetzen aus ihrer Kindheit zurück.

 

Seit einem Unfall kann sich Connie nicht mehr an ihre Vergangenheit erinnern und ihr Vater weigert sich eisern ihr von den Vorfällen zu erzählen. Doch nun wird Connie von den schrecklichen Ereignissen eingeholt und muss nach dem Verschwinden ihres Vaters auch noch um sein Leben bangen.

 

Meine Meinung

 

Das mysteriöse in Grau- und Schwarztönen gehaltene Cover, ja man könnte es sogar ein Gothic-Cover nennen, zeigt eine Frau mit einem Rabenvogel. Gleich auf den ersten Blick hat mich der neue Roman „Der Kreis der Rabenvögel“ von Kate Mosse angesprochen. Vor allem da das wunderschöne Cover die Verheißung auf eine gruselige und spannende Geschichte in mir erwachen ließ und ich solche Geschichten sehr liebe!

 

„Der Kreis der Rabenvögel“ ist wunderbar mystisch und eignet sich super für gruselige Lesestunden. Außerdem bringt der Roman einen bezaubernden Retro-Charme mit sich, der den Leser bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts reisen lässt. Droschken füllen die Straßen und Bedienstete erledigen die anfallenden Tätigkeiten im Haushalt. Die Charaktere wirken vor diesem Hintergrund alles andere als angestaubt, denn Connie ist eine starke Frau die sich um ihren Vater sorgt und den Betrieb am laufen hält.

 

Sehr spannend finde ich das Geheimnis das sich von Beginn an um die Hauptprotagonistin Connie Gifford rankt, und dessen Auflösung man erst nach und nach auf die Spur kommt. Mir hat es auf jeden Fall eine große Freude bereitet die „Miss Marple“ zu spielen und kräftig mitzurätseln.

 

Dann ist da noch der Künstler Harry Doyle, der eher durch Zufall mit Connie Bekanntschaft macht. Schnell wird klar, dass es zwischen den vermeintlich Unbekannten zumindest eine Verbindung der Väter geben muss. Gemeinsam stellen sich Connie und Harry der Vergangenheit.

 

Kate Mosse hat meine Erwartungen an das Buch auf jeden Fall erfüllt. Es wird eine mitreisende und sehr mysteriöse Geschichte vor einem tollem Setting mit einzigartigen Charakteren geboten. Zwischen den Kapiteln stößt man auf Auszüge aus einem Werk der Kunst der Taxidermie, welche der Geschichte zusätzlich Authentizität verleihen.

 

Über die Autorin

 

Kate Mosse, eine der Initiatorinnen des Baileys Women’s Prize For Fiction (vormals Orange Prize), arbeitet für Rundfunk und Fernsehen. Für BBC Four moderiert sie eine wöchentliche Sendung, in der Autoren und ihre Bücher vorgestellt werden. Kate Mosse hat Romane und Sachbücher geschrieben, vor ihrer Arbeit für Rundfunk und Fernsehen war sie stellvertretende Intendantin des Chichester Festival Theatre in West Sussex. Sie ist Mitglied der Royal Society of Arts. Mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebt sie in West Sussex und in Carcassonne. Ihr erster Roman „Das verlorene Labyrinth“ wurde ein Weltbestseller. Es folgten die Romane „Die achte Karte“, „Wintergeister“ und „Die Frauen von Carcassonne“. (Quelle: Droemer Knaur Verlag)

 

Fazit

 

Kate Mosse versteht es eine starke Frauenfigur vor dem schaurigen Setting des 20. Jahrhundert Englands in Szene zu setzen. Spannungs- und Gruselmomente garantiert!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-der-kreis-der-rabenvoegel-von-kate-mosse

Rezension | Lieber Mr. Salinger von Joanna Rakoff

Lieber Mr. Salinger - Joanna Rakoff, Sabine Schwenk

Beschreibung

 

Direkt nach ihrer Uni-Zeit kehrt Joanna Rakoff in den 90er Jahren nach New York zurück um dort in der Literaturwelt Fuß zu fassen. Tatsächlich ergattert sie einen Job als Assistentin in einer Agentur, die wie aus einer längst vergangen Epoche entsprungen zu sein scheint. Joanna muss sich nicht nur auf das Tippen der über Diktafon diktierten Briefe auf einer nostalgischen Schreibmaschine einstellen, sondern sie bekommt auch noch spezielle Anweisungen von ihrer Chefin zu einem gewissen „Jerry“.

 

Erst später wird Joanna klar, dass es sich bei „Jerry“ um den weltbekannten Autor J. D. Salinger handelt, der durch die Agentur vertreten wird. Bisher hat Joanna noch nie ein Buch Salingers gelesen und sieht sich nun mit den Marotten dieses speziellen Autors, der weder seine Fanpost weitergeleitet bekommen möchte noch mit sonst jemanden in Kontakt treten möchte konfrontiert. Joanna bringt es nicht übers Herz die ganze Fanpost mit einem vorgefertigten Musterbrief zu beantworten und so liest sie die unzähligen Briefe an Salinger um diese persönlich zu beantworten.

 

Meine Meinung

 

Joanna Rackoff berichtet in ihrem autobiographischen Roman „Lieber Mr. Salinger“ von ihrem Jahr in einer New Yorker Agentur in den 90er Jahren.

 

Der flüssige Schreibstil entführt den Leser schnell in die aufregende Nach-Uni-Zeit, die Joanna Rackoff in ihrem ersten Jahr in einer New Yorker Agentur erlebte. Das ganze könnte man als eine Art Tagebuch betrachten, denn so ähnlich lässt sich dieser Roman lesen. In jahreszeitlichen Abschnitten erfährt man die wichtigsten Ereignisse in Joannas Leben, wobei ihre Arbeit eine große Rolle einnimmt. Die spezielle und sehr nostalgische Atmosphäre der Agentur gefällt mir auf Anhieb sehr gut. Ich empfand es außerdem als sehr interessant einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und mehr über die Arbeit in einer Agentur zu erfahren und somit tiefer in die Welt der Literatur einzutauchen.

 

Schnell wird klar, dass Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte Mr. J. D. Saliger ist, und sich durch ihn und seine Werke so einiges in Joannas Leben verändert. Angefangen bei der Arbeit im Verlag, wo Joanna Telefonanrufe entgegennimmt und die Fanpost bearbeitet bis hin zu den Problemen in ihrem Leben. J. D. Salinger wird schon bald zu einem festen Bestandteil ihres Lebens, und das obwohl sie noch nie ein Buch des berühmten Autors gelesen hat. Als Joanna dies schließlich ändert, gelangt sie in ihrem Leben an einen Wendepunkt.

 

Mit Joanna konnte ich mich schnell identifizieren, denn genau wie sie habe ich bisher noch keines von Salingers Werken gelesen, obwohl mir zumindest der Titel „Der Fänger im Roggen“ schon das ein oder andere mal zu Ohren gekommen ist. Mehr möchte ich über die Geschichte an dieser Stelle nicht verraten.

 

Mich hat dieser kurzweilige Roman gut unterhalten und meine Lust auch einmal ein Buch von Salinger in die Hand zu nehmen definitiv geweckt! Ich vergebe für „Lieber Mr. Salinger“, der mich der Literaturwelt ein Stückchen näher gebracht hat, 4 von 5 Grinsekatzen.

 

Über die Autorin

 

Nach ihrem Studium an renommierten amerikanischen Universitäten stürzte sich Joanna Rakoff in die Welt der Literatur. Sie arbeitete als Kritikerin für die „New York Times“, die „Los Angeles Times“ und die „Vogue“ und veröffentlichte einen Roman („A Fortunate Age“), der zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Joanna Rakoff lebt in Cambridge, Massachusetts. (Quelle: Albrecht Knaus Verlag)

 

Fazit

 

Eine Liebeserklärung an die Literatur an sich und J. D. Salinger im Speziellen.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-lieber-mr-salinger-von-joanna-rackoff

Rezension | Belgravia von Julian Fellowes

Julian Fellowes's Belgravia - Julian Fellowes

Beschreibung

 

Die Familie Trenchard ist eine der aufstrebenden Geschäftsfamilien des frühen 19. Jahrhunderts. Während des Krieges machte sich Mr. James Trenchard als Proviantlieferant der Britischen Armee einen Namen. So kam es dass die Trenchards zu dem legendären Ball der Herzogin von Richmond für den Herzog von Wellington am Vorabend der Schlacht von Waterloo eingeladen wurden. Genau wie Mr. Trenchard hält auch seine Tochter Sophia nichts für unmöglich und verliebt sich in Edmund Bellasis, Neffe der Herzogin und Erbe eines prominenten Adelsgeschlechts. Die Verbindung der beiden steht jedoch unter keinem guten Stern und alles kommt anders als gedacht. So werden die Familien der beiden Liebenden noch 25 Jahre nach der Schlacht von den Geheimnissen dieser Zeit verfolgt.

 

Meine Meinung

 

Alleine schon die Aussage „vom Autor von Downton Abbey“ war für mich Grund genug Julian Fellowes Roman „Belgravia“ unbedingt Lesen zu wollen. Schon seit Jahren liebe ich die Klassiker von Jane Austen und den Brontë Schwestern. Es bereitet mir unheimliche Freude in diese längst vergangene Zeit einzutauchen, die Sitten und Gebräuche dieser entschleunigten Zeit in mich aufzusaugen und dabei die spannenden Wortgefechte mitzuverfolgen.

 

Während die Serie „Downton Abbey“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt, versetzt uns der neue Roman von Julian Fellows nochmals einhundert Jahre in der Zeit zurück. Schon nach wenigen Seiten habe ich mich in die Zeit kurz nach Napoleon Bonapartes letzter Schlacht bei Waterloo versetzt gefühlt. Gekonnt lässt Julian Fellowes die besondere Atmosphäre dieser Nachkriegszeit in seine Geschichte einfließen. Es scheint nun nicht nur für Menschen mit Adelsgeschlecht voran zu gehen, sondern auch einfache Menschen können sich mit Geschick und Geschäftsgeist einen Namen machen. Genau solch eine Geschichte steht in Julian Fellowes Roman „Belgravia“ im Mittelpunkt.

 

Neben der nostalgischen Sprache, in der der Roman verfasst ist, bestechen vor allem die detailliert gezeichneten Charakter. Im Vordergrund steht die neureiche Familie von Mr. Trenchard sowie die adlige Familie Brockenhurst, die durch ein altes Geheimnis miteinander verbunden sind. Der Titel „Belgravia“ ist sogleich Schauplatz des Geschehens, denn Belgravia ist schon damals die Adresse in London für alles was Rang und Namen hat. Als sich Mrs. Trenchard und die Countess of Brockenhurst, die unterschiedlicher nicht sein könnten, dort zum ersten Mal begegnen, kommt die Geschichte in’s Rollen. Das Geheimnis das beide Familien miteinander verbindet kann nicht länger gewahrt werden und wird über kurz oder lang an die Öffentlichkeit gelangen. Dabei gibt es vielfältige Gelegenheiten für Intrigen, Spekulationen und Machtspiele. Fast wie nebenbei ergibt sich dann auch noch eine Romanze die sich perfekt in das Gesamtbild einfügt.

 

"»Lady Maria, ich würde gegen Drachen kämpfen, ich würde über glühende Kohlen laufen, ich würde das Tal des Todes durchqueren, wenn ich glaubte, ich hätte damit eine Chance, Ihr Herz zu gewinnen.«" (Seite 254)

 

Ich bin sehr beeindruckt wie Julian Fellowes es geschafft hat so vielen Charakteren Raum in seiner Geschichte zu geben und neben den feinen Herrschaften auch noch einige der Bediensteten näher zu beleuchten. Außerdem kommen die Sitten und Umgangsformen der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts wunderbar zum tragen. Für mich als Fan von Jane Austen und Downton Abbey war dieser Roman von Anfang bis Ende ein wundervoller Genuss!

 

Besonders eindrucksvoll fand ich die Damen der Geschichte, Mrs. Anne Trenchard und die Countess of Brockenhurst. Zu Beginn scheinen sie vollkommen unterschiedlich zu sein, ja sogar in verschiedenen Welten zu leben, die ihr gesellschaftlicher Stand ihnen zugewiesen hat. Doch im Verlauf des Romans werden sich diese beiden Figuren immer ähnlicher. Jede der Damen zeigt eine kämpferische Seite, denn schließlich möchten sie für ihre Familien nur das beste!

 

Als Leser ist man von Beginn an in alle Geheimnisse und Gegebenheiten der Geschichte eingeweiht, und dennoch hat es mir eine große Freude bereitet zu beobachten wie sich das ganze entwickelt. Ich finde die damalige englische Gesellschaft mit ihren gesellschaftlichen Gepflogenheiten und das Streben einer jeden Familie die Mädchen gut zu verheiraten sehr unterhaltsam. Dabei geht es nicht nur um Titel, Erbschaften und Ehre, sondern auch um Familienbande sowie Werte der Ehrlichkeit und Loyalität. Natürlich bietet dies alles einen prächtigen Nährboden für Skandale und intrigante Persönlichkeiten.

 

Falls ihr euch nicht sicher seid, ob der Roman etwas für euch ist, könnt ihr euch auf www.belgravia-roman.de das erste Kapitel kostenlos zum Lesen herunterladen.

 

Über den Autor

 

Julian Fellowes wurde 1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und preisgekrönter Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken; für »Gosford Park« wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet, die Serie »Downton Abbey« hat ihn weltweit berühmt gemacht. Auch seine Romane »Snobs«, »Eine Klasse für sich« und »Belgravia« haben die englische Gesellschaft zum Thema. 2009 wurde er in den Adelsstand erhoben. Julian Alexander Kitchener-Fellowes, Baron Fellowes of West Stafford, lebt mit seiner Frau Emma im Südwesten der englischen Grafschaft Dorset. (Quelle: C. Bertelsmann Verlag)

 

Fazit

 

Ein stimmiger Roman um sich von der englischen Gesellschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts verzaubern zu lassen! Fans von Downton Abbey und Jane Austen kommen voll auf ihre Kosten.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-belgravia-von-julian-fellowes

Rezension | Dustlands - Der Blutmond von Moira Young

Dustlands - Der Blutmond - Alice Jakubeit, Moira Young

Beschreibung

 

Die Situation zwischen den Rebellen und DeMalo wird immer verzwickter und Saba muss sich nun ihrem Schicksal stellen. Bis zum Blutmond hat ihr DeMalo Zeit gegeben, sich ihm zu unterwerfen und somit ihre Familie und Freunde in Sicherheit zu bringen. Doch Saba entscheidet sich dafür den Kampf weiter zu führen. Koste es was es wolle…

 

Meine Meinung

 

„Dustlands – Der Blutmond“ ist der Abschlussband von Moira Young’s dystopischer Jugendbuch-Reihe.

 

Obwohl ich den außergewöhnlichen, umgangssprachlichen, Schreibstil von Moira Young in den vergangenen beiden Bänden sehr mochte, fiel es mir dieses Mal schwer in die Geschichte zu kommen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sich die erste Hälfte der Geschichte etwas zäh und langatmig gestaltet. Erst als Saba beginnt Taten sprechen zu lassen kommt Spannung in die ganze Sache. Zuvor hatte ich das Gefühl, die Story plätschert so vor sich hin.

 

Sehr gelungen finde ich nach wie vor den eigenwilligen Charakter von Saba. Sie ist wahrlich kein „typischer“ Mädchen-Charakter aus einem Jugendbuch und eckt des öfteren an. Genau das mag ich so sehr an Saba! Mit ihren Ecken und Kanten ist sie genau die Richtige um gegen den Wegbereiter DeMalo zu bestehen. Doch dies müssen auch die Rebellen anerkennen, denn ohne ihren Rückhalt hat Saba keine Chance den Endkampf zu bestehen. In der Rebellengruppe brodelt es jedoch heftig, denn nicht jeder ist der Meinung mit Saba den richtigen Anführer zu haben.

In diesem letzten Band der Dustlands Trilogie machen einige der Charaktere (darunter Emmi und Tommo) große Entwicklungssprünge und sorgen damit für die ein oder andere Überraschung, die ich so nicht erwartet hätte.

 

Sehr gelungen fand ich die kurzen Kapiteleinschübe die aus der Sicht eines Verräters in den Reihen der Rebellen geschrieben sind. Diese haben mich zum nachdenken und Detektiv spielen verleitet. Im Verlauf der Geschichte hatte ich so die unterschiedlichsten Mitglieder der Rebellengruppe in Verdacht. Zum Schluss kam dann aber doch alles ganz anders als erwartet! Somit hat mich Moira Young mit dem Abschlussband „Dustlands – Der Blutmond“ doch wieder zu fesseln gewusst. Ich vergebe 4 von 5 Grinsekatzen!

 

Über die Autorin

 

Moira Young, geboren und aufgewachsen in British Columbia im Westen Kanadas, trat als Schauspielerin und Opernsängerin in Kanada und Europa auf. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Bath, England. ›Dustlands – Die Entführung‹ ist ihr erster Roman. (Quelle: Fischer Verlage)

 

Information zur Reihe

 

1. 2011 Dustlands – Die Entführung 2011 Blood Red Road
2. 2014 Dustlands – Der Herzstein 2012 Rebel Heart
3.
2015 Duslands – Der Blutmond 2014 Raging Star

Fazit

 

Ein würdiges Finale einer eigenwilligen und einzigartigen Dystopie.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 24.01.2017

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-dustlands-der-blutmond-von-moira-young

Rezension | Moonatics von Arne Ahlert

Moonatics: Roman - Arne Ahlert

Beschreibung

 

Die Erde steht aufgrund des Klimawandels kurz davor zu kollabieren. Die nahe Zukunft der Menschen liegt somit im Weltall. Darian Curtis ist als Globetrotter schon viel durch die Welt gereist und hat sich bisher seinen Lebensunterhalt als Webdesigner verdient. Als er eines Tages ein kleines Vermögen erbt erfüllt er sich den Traum, drei Wochen Urlaub auf dem Mond zu machen. Im Weltall angekommen beginnt Darians wohl verrücktestes Abenteuer seines Lebens…

 

Meine Meinung

 

Der Science Fiction Roman „Moonatics“ von Arne Ahlert ist ein außerordentlich abgefahrenes sowie gelungenes Debüt!

 

Gemeinsam mit Darian Curtis tritt man eine aufregende Reise zum Mond an, dort angekommen hat man das Gefühl in eine nicht enden wollende Party der interessantesten Charaktere zu stürzen. Zum einen sind da die Hippies, auch Moonatics genannt, dann gibt es da noch einen wirklich außergewöhnlichen Roboter Buzz sowie viele freundliche Mitmenschen und die Katze Schrödinger, bei der ich unwillkürlich an The Big Bang Theory und das physikalische Gedankenexperiment Schrödingers Katze denken musste.

 

Es hat mir riesigen Spaß gemacht durch Arne Ahlerts klaren und detaillierten Schreibstil eine sagenhafte Reise auf den Mond anzutreten. Dabei sind vor allem die unterschiedlichen Charaktere eine wahrer Vollgenuss! Lediglich der Hauptprotagonist Darian scheint als Art „Beobachter“ den Geschehnissen beizuwohnen, ohne seine eigene Gedanken und Meinungen einzubringen. Dies hat mich allerdings wenig gestört, da es bereits genügend andere schillernde Figuren auf dem Mond gibt!

 

Einen Großteil des Romans wird man nach und nach Zeuge diverser und ziemlich außergewöhnlicher Ereignisse auf dem Mond. Dies liest sich fast schon wie eine Art Tagebuch oder Bericht, wobei so gut wie keine Spannung aufkommt – dennoch bleibt es die ganze Zeit über auf jeden Fall interessant. Auf den letzten 100/150 Seiten nimmt die Geschichte eine rasante Wendung und der bisher fehlende Spannungsbogen schnellt von 0 auf 100 in die Höhe. Auf einmal passiert alles Schlag auf Schlag, die Ereignisse überstürzen sich und Darian steckt mitten drin.

 

Der Debütroman von Arne Ahlert hat mich sagenhaft gut unterhalten, dabei verbindet er gekonnt ein überaus nachvollziehbares Weltuntergangsszenario mit Humor und seiner eigenen Idee wie das Leben auf dem Mond aussehen könnte. Ich vergebe für dieses farbenprächtige und eindrücklich geschilderte Mondabenteuer 4 von 5 Grisekatzen!

 

Noch ein Wort zum Schluss: Das Ende von „Moonatics“ bietet der eigenen Fantasie viel Raum für eigene Gedanken – aber vielleicht dürfen wir ja auch auf ein weiteres Werk von Arne Ahlert hoffen?

 

Über den Autor

 

Arne Ahlert wurde 1968 in Lüneburg geboren und ist im Rheinland aufgewachsen. Er lebte insgesamt mehrere Jahre in den USA, Kanada und Australien und ist regelmäßig, vorzugsweise in Asien, als Backpacker unterwegs. Neben seinen beruflichen Verpflichtungen beschäftigt er sich mit Literatur, dem Lauf der Dinge und dem Sinn des Ganzen. Heute lebt er in Berlin-Kreuzberg. Moonatics ist sein erster Roman. (Quelle: Heyne Verlag)

 

Fazit

 

Ein originelles und zum Schluss auch noch sehr spannendes Mondabenteuer mit jeder Menge Partyspaß!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-moonatics-von-arne-ahlert

Rezension | J. R. R. Tolkien - Autor des Jahrhunderts von Tom Shippey

J. R. R. Tolkien. Autor des Jahrhunderts. - Tom Shippey

Meine Meinung

 

Mit „J. R. R. Tolkien – Autor des Jahrhunderts“ legt Tom Shippey keine gewöhnliche Biographie, sondern die Ergebnisse seiner Tolkien-Forschung vor. Gekonnt untermauert er die Herangehensweise von Tolkien an seine einzelnen Werke. In diesem Fall werden „Der Hobbit“, „Der Herr der Ringe“, „Das Silmarillion“ und einige kleinere Geschichten wie z. B. „Bauer Giles von Ham“ näher durchleuchtet.

 

Sehr spannend fand ich vor allem die sprachgeschichtliche Analyse, die durchweg eine große Rolle einnimmt. Das ist zwar nicht wirklich eine Überraschung, denn Tolkien war ganz und gar ein Philologe, aber auch für Laien auf diesem speziellen Gebiet hat Tom Shippey das Ganze leicht nachvollziehbar beschrieben. Mindestens ebenso fesselnd ist die Erklärung warum die Hobbits als Auenlandbewohner einen Anachronismus in Mittelerde darstellen. Das ist aber noch nicht alles, es wird die umfangreiche Frage nach Ursprung und Natur des Bösen betrachtet.

 

In diesem umfassenden Buch erklärt und belegt Tom Shippey zudem gekonnt, warum Tolkien Autor des Jahrhunderts ist. Dabei ist Shippey nicht immer unparteiisch, es schimmert an einigen Stellen klar durch, dass er selbst ein großer Fan von J. R. R. Tolkien ist. Genau das mach den Charme dieser ganz besonderen Biographie für mich aus!

 

"Die fortdauernde Wirkung von Tolkiens phantastischen Werken die vollkommen unerwartet und unvorhersehbar war, kann nicht als bloße Geschmacksverirrung eines Massenpublikums abgetan werden, über die sich alle literarisch hinlänglich Gebildeten nicht zu kümmern brauchten." (Seite 11)

 

Zum Schluss geht Tom Shippey auf die vielen Literaturkritiker und Nachahmer Tolkiens ein. Für mich schlichtweg ein super interessantes und aufschlussreiches Buch an dem jeder Tolkien-Fan seine Freude haben wird. Leider gibt es während des gesamten Buches einige Wiederholungen, deshalb ziehe ich eine Grinsekatze ab und vergebe gute 4 von 5 Grinsekatzen.

 

Über den Autor

 

Wie kaum ein anderer ist Tom Shippey dazu prädestiniert, über Tolkien (und ganz in seinem Sinne) zu schreiben: hat er doch selbst in Oxford gelehrt, teilweise noch während Tolkiens eigener Lehrtätigkeit, und Tolkiens eigene Fächer. Shippey hatte den Lehrstuhl für Mediävistik an der Universität von Leeds inne, denselben, den Tolkien früher bekleidet hatte. 2001 wurde er mit dem »World Fantasy Award« ausgezeichnet. Shippey lehrt zur Zeit an der Universität von St. Louis, USA. (Quelle: Klett-Cotta)

 

Fazit

 

Ein tolles Buch um sich näher mit dem Autor J. R. R. Tolkien auseinander zu setzten.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-j-r-r-tolkien-autor-des-jahrhunderts-von-tom-shippey

Rezension | Smaragdgrün von Kerstin Gier

Smaragdgrün - Kerstin Gier

Beschreibung

 

Die junge Zeitreisende Gwendolyn weiß noch gar nicht so recht, wie ihr überhaupt geschieht, und schon steht ihre Gefühlswelt Kopf! Hat Gideon ihr tatsächlich seine Liebe nur vorgespielt um die Zusammenarbeit mit dem Grafen von Saint Germain vorwärts zu treiben und sie gefügig zu machen? Und was bezweckt der Graf mit seinem Plan?

 

Gewendolyn bekommt tatkräftige Unterstützung von ihrer besten Freundin Leslie und erfährt auf ihren Zeitsprüngen in die Vergangenheit wichtige Details. Gemeinsam mit Gideon muss sie jedoch die Fassade wahren und weiterhin das Spiel des Grafen von Saint Germain mit ansehen.

 

Meine Meinung

 

Seit einer gefühlten Ewigkeit habe ich das Jugendbuch „Smaragdgrün“, das den Abschlussband zur „Liebe geht durch alle Zeiten“ Trilogie von Kerstin Gier bildet, in meinem Buchschrank stehen. Falls das Buch bzw. die Trilogie bei euch auch noch ungelesen rumstehen sollte, holt das bitte ganz schnell nach! Denn die Geschichte über die Zeitreisenden Gwendolyn und Gideon und die Geheimloge ist herrlich erfrischend und zugleich super spannend!

 

Kerstin Gier hat einen spritzigen und humorvollen Schreibstil der die Seiten wie im Flug vergehen lässt. Zudem überrascht die Autorin mit einer abwechslungsreichen Geschichte die für jeden etwas zu bieten hat. Ihre Geschichte schürt mit den geheimen Machenschaften des Grafen von Saint Germain ungemein die Spannung und bleibt dennoch romantisch. Zudem sind die Charaktere äußerst sympathisch dargestellt, so dass man sie einfach gern haben muss.

 

„Smaragdgrün“ bietet jede Menge Unterhaltungsstoff bei dem es auf keinen Fall langweilig wird! Ein würdiger Abschlussband der „Liebe geht durch alle Zeiten“ Trilogie für den ich 5 von 5 Grinsekatzen vergebe.

 

Über die Autorin

 

Kerstin Gier, Jahrgang 1966, ist seit 1995 als selbstständige Schriftstellerin tätig und hatte schon mit ihren ersten Büchern riesigen Erfolg. Inzwischen hat sie zahlreiche Romane für Erwachsene und Jugendliche geschrieben, die regelmäßig auf den Bestsellerlisten stehen. Ihre Edelsteintrilogie „Rubinrot“ – „Saphirblau“ – „Smaragdgrün“ wurde zum Weltbestseller und mit renommierten Schauspielern für das Kino verfilmt. Die DeLIA-Preisträgerin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Bergisch Gladbach. (Quelle: Arena Verlag)

 

Information zur Reihe

 

1. 2009 Rubinrot
2.
2010 Saphirblau
3.
2010 Smaragdgrün

Fazit

 

Ein abwechslungsreiches Finale in dem Kerstin Gier vor allem durch viel Wortwitz überzeugt.

 

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-smaragdgruen-von-kerstin-gier