Rezension | Krampus von Brom

Krampus - Brom, Jakob Schmidt

Beschreibung

 

Krampus war einst der gefeierte Herr des heidnischen Julfestes, bis er dem christlichen Weihnachtsfest und vor allem dem Weihnachtsmann zum Opfer fiel. Vollkommen entmachtet und in eine dunkle Höhle verbannt musste Krampus erfahren wie sich die Menschen dem Julfest abwandten und das glizernde Weihnachtsfest zum Höhepunkt des Jahres wurde. Doch Krampus wäre nicht Krampus wenn er sich nicht zum Ziel gesetzt hätte Rache zu üben und das Julfest neu aufleben zu lassen.

 

Gemeinsam mit seinen Sklaven den Belznickel und mit der Hilfe des mittellosen Musikers Jesse, dem zufällig der Schlüssel zur Erlösung in den Schoß fällt, kämpft sich Krampus zurück in die Freiheit. Sein Ziel: den Weihnachtsmann zur Strecke zu bringen dicht vor Augen…

 

Meine Meinung

 

Die dunkle Fantasygeschichte “Krampus” von Brom ist genau das richtige für die düstere und kalte Jahreszeit. In eine Decke gekuschelt lässt es sich gut über mythische Wesen und grauenvolle Zeiten lesen!

 

Nachdem ich von Broms Werk “Der Kinderdieb” schon so begeistert war, konnte mich “Krampus” noch einmal etwas mehr beeindrucken. Die Zeichnungen von Brom fügen sich wunderbar in die Geschichte ein, ja man könnte fast sagen sie seien das Herz der Geschichte. Es werden die handelnden Charaktere wiedergegeben und ich muss sagen diese wurden ziemlich gut getroffen. Genau so habe ich mir die Gestalt von Krampus und dem Weihnachtsmann sowie Jesse und die Belznickel vorgestellt.

Die Geschichte spinnt sich aus verschiedenen Handlungssträngen zusammen. Zum einen lernen wir die “wahre” Herkunft des Weihnachtsmannes kennen (der eigentlich Baldr ist) und zum anderen erfahren wir vom Julfest und seinem Herrn Krampus.

Dann ist da auch noch der mittellose und alkoholabhängige Musiker Jesse, der sein Leben in einem heruntergekommenen Wohnwagen fristet und alles dafür tun würde um seine Frau sowie seine kleine Tochter Abigail zurück zu gewinnen. Als ihm unverhofft der Sack des Weihnachtsmannes, der eigentlich Krampus gehört, in den Schoß fällt verändert sich sein Leben schlagartig.

 

Während Jesse versucht sich aus seiner schier ausweglosen Situation zu befreien kämft Krampus ebenfalls um seine Freiheit. Durch eine Fügung des Schicksals begegnen sie sich und obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten keimt eine skurrile Freundschaft zwischen ihnen auf. Nach dem Motto “Eine Hand wäscht die Andere” arbeiten sie von nun an zusammen.

 

Leser mit schwachen Nerven rate ich von dieser Lektüre ab, da es zeitweise ziemlich blütrünstig zugeht!

 

Bei den Protagonisten der Geschichte hat Brom eine Glanzleistung hingelegt. Jeder Protagonist hat eine ganz besondere Persönlichkeit, manche von ihnen kann man auf Anhieb lieben, andere sind einem sofort zuwider und an Krampus werden sich wohl die Geister scheiden. Ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich Krampus trotz seiner gewalttätigen Ader und seiner biederen Art ins Herz geschlossen habe da ich ihn einfach mochte.

 

Unterm Strich bleibt zu sagen, dass mich Brom mit seinem Werk “Krampus” begeistern konnte. Die Verschmelzung von Mythologie, Fantasy und Realität hat den Grundstein zu einem spannenden (und ja, etwas blutrünstigen) Buch der Extraklasse geebnet. Ich vergebe für dieses rundum gelungene Werk 5 von 5 Grinsekatzen!

 

Über den Autor

 

(Gerald) Brom wurde am 09. März 1965 in Albany (USA, Georgia) geboren. Seine Jugend verbrachte Brom im Ausland, unter anderem in Japan und Deutschland, wo er dann auch zur Schule ging. Mit 21 Jahren arbeitet Brom schon als Illustrator für Firmen wie z. B. Coca Cola und IBM. Später machte er sich an die visuelle Umsetzung von Rollenspielen und Sammelkarten. Heute lebt Brom zusammen mit seiner Familie in Seattle und hat schon mehrere Bücher veröffentlicht.

 

Fazit

 

Eine schrecklich/schöne Wintergeschichte die definitiv nichts für schwache Nerven ist!

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-krampus-von-brom