Rezension | Incarceron – Fliehen heißt sterben von Catherine Fisher

Incarceron: Fliehen heißt sterben  - Catherine Fisher, Marianne Schmidt

Beschreibung

 

Aus Incarceron gibt es kein Entkommen, denn Incarceron ist ein gewaltiges und vor allem lebendiges Gefägnis. Incarceron ist eine Welt für sich, in der es gigantischen Metallwälder und verfallene Städten gibt. Finn ist gefangen an diesem schrecklichen Ort, wo es weder Freundschaft noch Vertrauen gibt. Doch die Hoffnung nach Außerhalb zu gelangen wird durch einen geheimnisvollen Schlüssel immer größer.

Durch den Schlüssel hat Finn eine Verbindung zu Claudia, der Tochter des Gefängnishüters, und kann zum ersten Mal mit jemanden aus der Welt außerhalb sprechen. Mit Claudias Hilfe möchte Finn das Unmögliche schaffen und aus Incarceron fliehen, doch das Gefängnis lebt und hat überall seine wachsamen Augen geöffnet…

 

Meine Meinung

 

Catherine Fisher erzählt in ihrem Fantasyroman “Incarceron – Fliehen heißt sterben” eine erfrischende und vor Ideen sprühende Geschichte, die den Grundstein zu einer faszinierenden Reihe legt.

 

In “Incarceron – Fliehen heißt sterben” von Catherine Fisher spielt das lebendige Gefängnis Incarceron eine große Rolle. Das Gefängnis ist eine eigene Welt, in der viel Leid und Armut herrscht und es gibt keinen Ausweg. Wenn man im Incarceron stirbt verwertet das Gefängnis die Überreste und es ist dem Gefängnis sogar möglich neues Leben zu erschaffen. Finn ist in Incarceron gefangen, doch er ist kein gewöhnlicher Gefangener, während seiner “Anfälle” kann er einen Blick in seine Vergangenheit und in die Welt außerhalb des Gefängnisses werfen. Obwohl sein Eidbruder Keiro behauptet, dass Finn innerhalb des Gefängnisses geboren wurde glaubt er ihm nicht. Viel lieber hält er an der Meinung des Sapienten Gildas fest, der davon überzeugt ist in Finn einen Sternseher gefunden zu haben. Als ein mysteriöser Schlüssel in Finns Hände gelangt setzt er all seine Hoffnung in die Flucht und die Sage um Sapphique.

 

Ein zweiter Handlungsstrang erzählt von der Tochter des Gefängnishüters Claudia. Sie möchte genau wie Finn aus ihrem Leben fliehen, denn sie fühlt sich gefangen in ihren Verpflichtungen und der Einhaltung des Protokolls das jeden Fortschritt verbietet. Außerdem ist Claudia dem Sohn der Königin versprochen und ihre Hochzeit steht kurz bevor. Anstatt brav abzuwarten nimmt Claudia ihr Schicksal in die Hand und erfroscht mit Jared, ihrem einzigen Vertrauten, den Verbleib ihres einstmaligen Verlobten der auf wundersame Weise von der Bildfläche verschwunden ist.

 

Die einzigartige und fantasiereiche Geschichte sowie die fein ausgearbeiteten Charaktere haben mich von der ersten Seite an begeistert. Man konnte in eine vollkommen andere Welt eintauchen und sich einfach treiben lassen. Eigentlich müsste man sagen “in zwei Welten”, denn zum einen begleitet man Finn in der abwechslungsreichen Welt des Gefängnisses Incarceron und zum anderen Claudia in der Welt außerhalb.

 

Als ein Kontakt zwischen Finn und Claudia durch den mysteriösen Gefängnisschlüssel entsteht nimmt eine spannungsreiche Achterbahnfahrt ihren Lauf. Der lockere Schreibstil von Catherine Fisher erledigt den Rest um diesen Roman zu einem wahren Pageturner zu machen. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die Fortsetzung und vergebe 5 von 5 Grinsekatzen.

 

Über die Autorin

 

Catherine Fisher wurde 1957 geboren und arbeitete zunächst als Lehrerin und Archäologin. Außerdem ist sie Autorin zahlreicher Kinder- und Jugendbücher. Mit Incarceron gelang ihr schließlich der internationale Durchbruch.

 

 

Fazit

 

Ein einzigartiges Leseerlebnis!
Die komplexe und fantasievolle Welt von Incarceron fesselt von der ersten Seite an.

Quelle: http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/rezension-incarceron-fliehen-heisst-sterben-von-catherine-fisher